Vorbereitung auf Festivalbesucher
Sanitäter bei Rock im Park: Das war ihr prägendstes Erlebnis
02.06.2026 – 19:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Am Freitag startet Rock im Park in Nürnberg. Für die zehntausenden Besucher ist der Rettungsdienst im Dauereinsatz. Wie sich dieser jetzt vorbereitet.
Kein Straßenname, keine Hausnummer, aber 80.000 Menschen: Beim „Rock im Park“ sorgen mehr als 1.100 Ehrenamtliche dafür, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Und das auf einem weitläufigen Gelände, das ganz eigene Herausforderungen für die Einsatzkräfte bereithält.
- Rock im Park: Überteuerte Tickets im Netz – warum das kurios ist
- Rock im Park oder Rock am Ring? So unterscheiden sich die Festivals
Denn: Bei Rock im Park gibt es keinen Straßen und Hausnummern, sondern Planquadrate und Lagepläne für die Einsatzkräfte, um sich zurechtzufinden. Die Nürnberger Lokalredaktion von t-online hat erfahren, wie die Rettungskräfte für solche Einsätze eingewiesen werden.
Rock im Park: Rettungsdienst in Zahlen

Rock im Park zähle zu den logistisch anspruchsvollsten Großveranstaltungen in Bayern. Sohrab Taheri-Sohi, Pressesprecher des Sanitätswachdienstes, vergleicht den Veranstaltungsort mit einer „mittelgroßen Stadt“ – nur, dass rund 80.000 Besucher dieser „Stadt“ auf einer viel kleineren Fläche feiern. Was da medizinisch alles passieren kann, lässt sich kaum eingrenzen. Die Helfer rechnen nicht nur mit Blasen, Schnittwunden oder Kreislaufproblemen.
Medizinisch könne bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung das ganze Spektrum auftreten: „vom Kreislaufproblem bis zum lebensbedrohlichen Notfall“. Was 2025 alles los war, zählt Taheri-Sohi zählt auf:
- 1125 ehrenamtliche Einsatzkräfte;
- 1900 Schichten;
- 2433 sanitätsdienstliche Hilfeleistungen;
- 134 Transporte ins Krankenhaus;
- 114 Rettungswagen-Einsätze;
- 125 Krankentransportwagen-Einsätze;
- 29 Notarzteinsätze.

Auf dem Gelände arbeiten mehrere Organisationen zusammen. Die Einsatzleitung übernimmt das Bayerische Rote Kreuz (BRK). Vor Ort sind auch der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Auf dem Gelände gibt es laut BRK alles, um auch die intensivmedizinische Notfallversorgung abzudecken – zum Beispiel einen Schockraum. Er dient der intensivmedizinischen Notfallversorgung und Stabilisierung von Patienten in kritischem Zustand, bevor diese in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.











