Autoglas-Probleme
Diese Faustformel entscheidet über Reparatur oder Austausch
Aktualisiert am 10.02.2026 – 18:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Steinschlag in der Frontscheibe: Lässt er sich noch beheben oder muss die Scheibe raus? Und was kostet das? Eine einfache Regel verrät die Antwort.
Anfangs ist das Loch in der Windschutzscheibe klein und fällt kaum auf. Doch ein Steinschlag kann sich schnell zu einem größeren Riss ausweiten. Schäden an der Frontscheibe sollten deshalb umgehend behoben werden. Dazu gibt es eine günstige und eine teure Variante – abhängig von der Größe und Position des Schadens.
Grundsätzlich gilt eine einfache Regel. Repariert werden kann ein Schaden, wenn er:
Das Sichtfeld hat etwa die Breite eines DIN-A4-Blattes und befindet sich direkt über der Lenkradmitte. Die Höhe des Sichtfelds wird vom Wischfeld des Scheibenwischers begrenzt.
Außerdem darf nur die Scheibenaußenseite beschädigt sein – also nicht die darunter liegende Zwischenfolie oder gar die Innenscheibe. Die Schadenstelle mit feinen Rissen und Sprüngen muss sauber und trocken bleiben. Ein Tipp: Überkleben Sie den Schaden schnell mit einem Aufkleber, einem Stück Tesafilm oder einer Folie. Ideal ist ein spezielles Scheibenpflaster, das Sie vorsorglich ins Handschuhfach legen können. Solche Pflaster erhalten Sie bei einem Autoglaser oder bei Ihrer Versicherung.
Lässt sich die Scheibe reparieren (Kriterien: siehe oben), dann geht es zur Kfz-Werkstatt oder zu einem Autoglas-Fachbetrieb. Dort wird der Schaden mit Spezialharz gerichtet. Bei guter Arbeit ist die Scheibe anschließend wieder beinahe makellos und fast so fest wie vor dem Steinschlag. Viele Anbieter geben eine Garantie auf ihre Arbeit. Die Reparaturkosten für einen einfachen Steinschlagschaden belaufen sich meist auf nicht mehr als 100 Euro. In der Regel übernehmen Versicherungen diese Kosten, ohne den Selbstbehalt zu fordern.
