Tat in Nürnberg

Rentner wegen Mordes an eigener Ehefrau verurteilt

27.03.2026 – 19:08 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Strafjustizzentrum Nürnberg (Archivbild): Der 65-Jährige war zum Zeitpunkt der Tat nach dem Gutachten eines Psychiaters vermindert schuldfähig. (Quelle: Imago/Ardan Fuessmann)

Weil er sich jahrelang gedemütigt und betrogen fühlt, greift ein Nürnberger Rentner zum Messer und ersticht seine Ehefrau. Nun ist am Landgericht ein Urteil gefallen.

Ein Mann aus Nürnberg ist wegen Mordes an seiner Ehefrau zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Nach Angaben des Landgerichts Nürnberg-Fürth tötete der Rentner seine Frau heimtückisch mit einem Küchenmesser.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Opfer arg- und wehrlos war und nicht mit einem Angriff ihres Mannes rechnen konnte. Als Auslöser der Tat wurde die Verzweiflung des Angeklagten genannt. Laut einem psychiatrischen Gutachten war der damals 65-Jährige zur Tatzeit vermindert schuldfähig. Die Tat sei ein „Affektdurchbruch“ gewesen, was strafmildernd berücksichtigt wurde.

Im Prozess wurde zudem deutlich, dass der Mann sich über Jahre hinweg von seiner Ehefrau betrogen und gedemütigt gefühlt habe. Im Urteil heißt es, er habe aus Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung gehandelt.

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