Fake-Bank wird zum Verhängnis
Betrug auf Rügen: Es geht um eine sechsstellige Summe
26.03.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Monatelang überweist ein Senior sein Erspartes ins Ausland – für Geldanlagen, die es nicht gibt. Ein Ehepaar tappt in dieselbe Falle.
Ein 77-Jähriger aus Rügen hat in dieser Woche Anzeige erstattet, nachdem er um 650.000 Euro betrogen worden war. Er habe über Monate Geld in vermeintliche Festgeld- und Tagesgeldanlagen bei einer angeblichen Auslandsbank eingezahlt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Doch diese Bank habe es so nie gegeben.
Der Mann habe mehrere Verträge abgeschlossen, hieß es weiter. Als er einzelne davon kündigen und sein Geld zurückfordern wollte, soll der Kontakt zu seinem angeblichen Ansprechpartner abgebrochen sein.
Ähnlich soll es einem Ehepaar aus Ueckermünde im Kreis Vorpommern-Greifswald ergangen sein. Die beiden seien über ein Internetvideo auf ein Bitcoin-Geschäft aufmerksam geworden und hätten daraufhin telefonisch Kontakt zu einem angeblichen Broker aufgenommen. Zunächst sollen sie ihr Geld samt vermeintlichem Gewinn zurückbekommen haben. Anschließend sollen sie erneut Geld überwiesen haben. Doch dieses Geld hätten sie danach nie wieder gesehen.
Insgesamt sollen die drei Betroffenen rund 710.000 Euro verloren haben. Die Polizei rät, Angebote mit ungewöhnlich hohen Zinsen oder Gewinnen genau zu prüfen. „Suchen Sie nach Rezensionen der jeweiligen Firma. Nicht jede Website, die seriös erscheint, ist es auch“, erklärte die Behörde.
Im Zweifel sollten weder persönliche Daten angegeben noch Überweisungen auf ausländische Konten getätigt werden. Die eigene Bank oder offizielle Aufsichtsbehörden könnten unabhängig beraten.
