Profis fordern dennoch mehr
Zverev & Co. erhalten Rekord-Preisgeld bei French Open
28.05.2026 – 10:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei der diesjährigen Ausgabe von Roland Garros können die Tennisstars so viel Preisgeld einstreichen wie nie. Dennoch gab es im Vorfeld Kritik an der Verteilung.
Alexander Zverev hat bei den French Open 2026 die dritte Runde erreicht. Der Olympiasieger gehört auch in diesem Jahr zu den Mitfavoriten in Paris – nicht zuletzt wegen seiner starken Sandplatzform. Für den Hamburger und seine Mitstreiter geht es in Roland Garros aber nicht nur um Prestige und Weltranglistenpunkte, sondern auch um Millionen.
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Denn die Veranstalter schütten bei den French Open so viel Preisgeld aus wie noch nie – insgesamt 61,7 Millionen Euro. Das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr und rund 45 Prozent mehr als 2019.
Männer und Frauen erhalten dabei dieselben Summen. Schon das Erreichen der ersten Runde wurde mit 87.000 Euro belohnt. Zverev hat sich durch seinen Einzug in Runde drei bereits ein Preisgeld von mindestens 187.000 Euro gesichert.
Der Sieger der French Open 2026 erhält im Einzel satte 2,8 Millionen Euro. Der unterlegene Finalist darf sich immerhin noch über 1,4 Millionen Euro freuen.
Becker unterstützt Profis im Prämienstreit
Trotz der steigenden Summen gibt es Kritik von vielen Spielerinnen und Spielern. Sie bemängeln, dass ihr Anteil an den Einnahmen der vier Grand-Slam-Turniere in Paris, London, New York und Melbourne zu niedrig sei.
Die Preisgeldverteilung nach Runden:
| Runde | Preisgeld |
|---|---|
| 1. Runde | 87.000 Euro |
| 2. Runde | 130.000 Euro |
| 3. Runde | 187.000 Euro |
| Achtelfinale | 285.000 Euro |
| Viertelfinale | 470.000 Euro |
| Halbfinale | 750.000 Euro |
| Finale | 1,4 Millionen Euro |
| Sieg | 2,8 Millionen Euro |
Laut einer Gruppe von Top-Profis soll der Anteil der Preisgelder an den Gesamteinnahmen in diesem Jahr bei etwa 15 Prozent liegen. Gefordert werden jedoch 22 Prozent. Ihre Begründung: Vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe wäre damit enorm geholfen. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten aus eigener Tasche. Nur wenige können sich das problemlos leisten.
Auch Tennis-Legende Boris Becker bezog zum Prämienstreit klar Stellung: „Ich kann die Spieler verstehen, eine Tenniskarriere kann morgen vorbei sein“, sagte der dreimalige Wimbledon-Gewinner in einer Eurosport-Medienrunde vor Turnierstart: „Ja verdammt nochmal, wenn ihr so viel Geld verdient, gebt es doch aus an Preisgeldern auch in den Anfangsrunden für Spieler, die das zum Überleben brauchen.“
