Schummelei auf der Quittung
Sonderposten: Restaurantbesucher erschüttert über Rechnung
22.02.2026 – 13:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Überall wird alles teurer. Auch beim Essengehen bemerken Gäste die gestiegenen Preise. Sie sollten checken, was tatsächlich am Ende auf der Rechnung steht.
Auf dem Portal Reddit kann man sich austauschen, diskutieren oder auch einfach mal wütend sein. Derzeit drehen sich einige dieser Einträge um neue Maschen von Restaurants, die mit zwielichtigen Sonderposten an das Geld ihrer Kunden kommen wollen. Offenbar setzen die Betreiber darauf, dass die Posten auf den Rechnungen am Ende eines Essens nur wenig beachtet werden.
In den USA und Australien überprüften Restaurantbesucher nun vor dem Bezahlen den Ausdruck und beanstandeten mysteriöse zusätzliche Zahlungen. Bei dem Fall aus den USA fand sich eine „Inflationsausgleichsgebühr“ von 0,78 US-Dollar (66 Cent) auf der Quittung, außerdem eine Abholgebühr von 0,50 US-Dollar (45 Cent) – und das, obwohl es zuvor beim Bestellen seines Biers und einer Portion Mozzarella-Sticks keine Wahlmöglichkeit zwischen Vor-Ort-Essen und Mitnehmen gegeben hatte. Zusätzlich werde jedes Essen des Hauses in Take-away-Boxen serviert, so der Reddit-Nutzer, egal, ob man vor Ort esse oder nicht.
Der Forenbeitrag zur problematischen Quittung hatte viele Tausend „Likes“ und auch Kommentare wurden hinterlassen. „Es würde niemanden stören, wenn 78 Cent im Preis der Produkte enthalten wären. Aber jeder, der den Kassenbon liest, fühlt sich abgezockt für etwas, über das er erst auf Nachfrage informiert wurde. Das kann bedeuten, dass man nicht wiederkommt“, schrieb ein Reddit-Nutzer. Ein anderer witzelte, dass im Wucherpreis von mehr als 12 US-Dollar (10 Euro) für Mozzarella-Sticks offenbar schon eine deftige versteckte Inflationsgebühr enthalten sei.
Der zweite Rechnungsstreit stammt aus einem Restaurant in Melbourne. Hier hatte ein Gast nach dem Abendessen ein Foto seiner Rechnung gepostet und die Frage gestellt: „Seit wann ist das üblich? Ist es legal, eine Spende ungefragt auf die Rechnung zu setzen? Das kommt mir irgendwie zwielichtig vor.“ Tatsächlich zeigt der Ausdruck den Posten „Fundraising“ (zu Deutsch: Spendensammlung) und dazu den Preis von einem australischen Dollar (60 Euro-Cent).
„Das ist ziemlich daneben, es ist zwar nur ein Dollar, aber trotzdem sollten sie dich entweder fragen, ob du das möchtest, oder zumindest einen Hinweis darauf im Menü anbringen“, schreibt ein Nutzer. Schaffe es das Restaurant, am Abend jedem Gast einen Dollar abzuknöpfen, komme ein schönes Sümmchen zustande. Ein anderer gibt zu bedenken, dass auf der Rechnung nicht steht, wofür genau der Dollar gespendet wird.
