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Home » Rechenzentrum in München: Milliarden-Projekt am Englischen Garten
Deutschland

Rechenzentrum in München: Milliarden-Projekt am Englischen Garten

MitarbeiterBy MitarbeiterFebruar 4, 2026
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Rechenzentrum in München: Milliarden-Projekt am Englischen Garten

Kühlen soll der Eisbach

Telekom eröffnet Milliarden-Rechenzentrum mitten in München

04.02.2026 – 09:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das Logo der Deutschen Telekom steht in einer Verkaufsfiliale des Unternehmens (Archivbild): Der Konzern hat mit Nvidia ein großes KI-Rechenzentrum in München aufgebaut. (Quelle: Rainer Jensen/dpa/dpa-tmn/dpa-bilder)

Die Telekom nimmt in München ein KI-Rechenzentrum in Betrieb. Das Milliarden-Projekt setzt auf Wasser aus dem Eisbach zur Kühlung und verspricht mehr Kontrolle über Daten.

Hoher Besuch in München: Weil die Telekom ein neues Rechenzentrum eröffnet, wird neben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) am Mittwoch in die bayerische Landeshauptstadt reisen. Mit dem Projekt will sich die Telekom gegenüber US-amerikanischen Anbietern behaupten.

Angekündigt wurde das Projekt bereits im Herbst des vergangenen Jahres. Im gleichen Atemzug gab die Telekom bekannt, für das Rechenzentrum eng mit Nvidia zusammenzuarbeiten. Unter anderem weil dafür rund 10.000 Grafikprozessoren des Halbleiterherstellers benötigt werden. Am Mittwoch (4. Februar) präsentiert der Telekom-Chef Timotheus Höttges nun das Vorzeigeprojekt am Münchner Tucherpark, für das eine Investition von rund einer Milliarde Euro nötig ist.

Der Tucherpark liegt mitten in München, direkt am Englischen Garten. Derzeit wird das gesamte Areal neu entwickelt und viele Gebäude, die teils aus den 1960er-Jahren stammen, werden kernsaniert. Neben 600 neuen Wohnungen sollen auch bestehende Bürogebäude renoviert werden. Darunter befindet sich das ehemalige Gebäude der Hypovereinsbank, wo das KI-Rechenzentrum beherbergt wird.

Es erstreckt sich über sechs unterirdische Stockwerke im Büroquartier Tucherpark am Rande des Englischen Gartens. Von außen ist die massive Rechenanlage kaum zu erkennen. Zur Kühlung der leistungsstarken KI-Chips nutzt die Telekom das kalte Wasser des direkt anliegenden Eisbachs. Die entstehende Abwärme soll nicht einfach abgeleitet werden. Es gibt Pläne, diese Energie ins lokale Fernwärmenetz einzuspeisen und damit das umliegende Quartier im Tucherpark zu beheizen.

Die Standortwahl fiel wegen der hohen Dichte an potenziellen Industriekunden auf München. Unternehmen wie Airbus, BMW, Siemens sowie das KI-Unternehmen Perplexity und Robotik-Start-ups wie Agile Robots benötigen geringe Datenlaufzeiten für ihre Anwendungen. Die zentrale Lage in der Stadt ermöglicht diese schnellen Verbindungen.

Im Wettbewerb mit großen US-Anbietern wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud setzt die Telekom auf „Datensouveränität“ als Geschäftsmodell. Viele deutsche Unternehmen zögern, ihre sensiblen Daten in Cloudspeichern von US-Anbietern abzulegen. Die Telekom bietet eine „Souveräne Cloud“ an, bei der die Daten physisch in Deutschland bleiben und unter europäischem und deutschem Recht stehen.

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