Gestörter REM-Schlaf
Dieser beliebte Einschlaf-Trick ist gar nicht gesund
14.02.2026 – 12:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Viele Menschen nutzen Rauschgeräusche als Einschlafhilfe. Sogenanntes White Noise oder Pink Noise sollen guten Schlaf fördern. Eine neue Studie stellt das nun in Frage.
Ob beruhigende Musik, Dauerrauschen oder Naturgeräusche: Viele Menschen setzen auf für sie beruhigende Geräusche, um beim Einschlafen zu helfen. Dazu gibt es auch immer mehr Apps oder Playlisten auf Plattformen wie Spotify. Zu finden sind diese unter den Stichworten „White Noise“ oder „Pink Noise“.
Doch auch, wenn viele auf den Einschlaftrick schwören mögen: Eine neue Studie stellt nun fest, dass diese Dauergeräusche eher schlafstörend als schlaffördernd sein können.
Das Forschungsteam der University of Pennsylvania hat seine Untersuchung im Fachjournal „Sleep“ veröffentlicht. Demnach wurden 25 gesunde Erwachsene im Alter von 21 und 41 Jahren an sieben Nächten in einem Schlaflabor untersucht. Im Schlaflabor wurden die Testpersonen unterschiedlichen Geräuschkulissen ausgesetzt. Vorher hatte keiner der Studienteilnehmenden von Schlafstörungen berichtet und nutzte auch keine White-Noise-Hilfen.
Die Geräusche, denen die Studienteilnehmer ausgesetzt waren, waren unterschiedlicher Intensität: Fluglärm, Fluglärm mit Ohrstöpsel, Rauschen und eine Kombination aus beidem. Am nächsten Morgen mussten sie dann Fragebogen über ihre Schlafqualität ausfüllen.
Wie erwartet schnitt Fluglärm am schlechtesten ab und reduzierte die Dauer des Tiefschlafs im Schnitt um 23 Minuten pro Nacht. Besser erging es den Testpersonen aber mit Ohrstöpseln – der Tiefschlaf war dann kaum gestört. Aber Rauschgeräusche störten den Tiefschlaf um durchschnittlich 19 Minuten pro Nacht.
„Angesichts der weitverbreiteten Nutzung solcher Breitband-Geräusche in der Bevölkerung ist die beobachtete Verkürzung des REM-Schlafs besorgniserregend“, schrieben die Studienautoren. „Denn gerade der REM-Schlaf trägt entscheidend zur Gedächtnisbildung, der Plastizität unseres Gehirns und der Regulierung der Emotionen bei.“
Die Studienautoren schreiben daher auch, dass sie den Einsatz von White Noise als Einschlafhilfe nicht empfehlen könnten. Vor allem, wenn dies bei Kleinkindern oder Neugeborenen eingesetzt würde, könnte dies zu langfristigen Problemen führen. Sie betonten jedoch auch, dass es weiterer Forschung bedarf, um die Auswirkungen von Rauschen auf verschiedene Gruppen zu untersuchen.











