Ohne zu kandidieren

Bushido bekommt Stimmen bei Bürgermeisterwahl


11.03.2026 – 19:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Bushido: Der Rapper wohnt seit Anfang des Jahres in Grünwald. (Quelle: IMAGO/Christoph Hardt)

Eigentlich zog Bushido nach Grünwald, um zur Ruhe zu kommen. Nun taucht der Name des Rappers im Wahlergebnis auf.

In Grünwald bei München lief die Bürgermeisterwahl in diesem Jahr ungewöhnlich ab. Da kein offizieller Gegenkandidat antrat, stand auf dem Stimmzettel nur ein einziger Name: der des langjährigen Amtsinhabers, Jan Neusiedl von der CSU. Das bayerische Wahlrecht erlaubt in solchen Fällen jedoch, dass Bürgerinnen und Bürger in ein freies Feld einen beliebigen wählbaren Namen eintragen.

Von dieser Möglichkeit machten 846 Wählerinnen und Wähler Gebrauch – und darunter fand sich, wie im Wahlergebnis auf „gruenwald.eu“ nachzulesen, dreimal derselbe Name: Anis Ferchichi. So lautet der bürgerliche Name von Rapper Bushido, der erst zu Jahresbeginn mit seiner Familie in die bayerische Gemeinde gezogen war.

Neusiedl gewann die Wahl mit 84 Prozent der Stimmen und zieht damit in seine fünfte Amtszeit ein. Bushidos drei Stimmen entsprechen einem Anteil von 0,1 Prozent. Damit lag der Rapper in der Liste der eingetragenen Namen vor einigen anderen bekannten Persönlichkeiten: AfD-Politikerin Alice Weidel, die in der Schweiz lebt, erhielt zwei Stimmen. Fußballer Karl-Heinz Rummenigge, der seit vielen Jahren in Grünwald wohnt, sowie Linken-Chef Jan van Aken kamen jeweils auf eine Stimme.

Bushido hatte sich zu Jahresbeginn mit Ehefrau Anna-Maria Ferchichi und den acht Kindern – sieben davon hat das Paar gemeinsam – in Grünwald niedergelassen. „Wir hoffen sehr, dass München und Grünwald uns gut aufnehmen und lassen alles ganz entspannt auf uns zukommen“, schrieb die 44-Jährige damals via Instagram.

Zuvor hatte die Familie in Dubai gelebt. Erst kürzlich zog Anna-Maria Ferchichi ein ehrliches Fazit und betonte, dass sich das Leben seit der Rückkehr nach Deutschland „sehr zum Positiven“ verändert habe. Besonders für Kinder sei das Leben in Dubai „sehr einseitig“. „Allen hat die Natur gefehlt, ich habe das Gefühl, wir nehmen viele Dinge wieder ganz anders wahr“, so Ferchichi.

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