Tumulte und Pyro

Chaos in Wolfsburg nach Pleite gegen HSV

07.03.2026 – 20:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Gefrustete Wolfsburg-Fans: Die Anhänger der Wölfe reagierten auf die Niederlage ihrer Mannschaft mit Pyro-Würfen. (Quelle: Andreas Gora)

Spieler liefern sich ein Handgemenge, Fans schießen Leuchtraketen ab. Und die Verantwortlichen des VfL Wolfsburg gehen zunächst auf Tauchstation.

Nach dem Abpfiff kommt es im Stadion zu Tumulten und dem Einsatz von Pyrotechnik: Unmittelbar nach dem verlorenen Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV (1:2) hat sich beim VfL Wolfsburg eine hochbrisante Abstiegsstimmung verbreitet.

Einerseits droht Wölfe-Chefcoach Daniel Bauer nach der sechsten Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen das Aus. Er selbst konnte oder wollte auf der Pressekonferenz keine Auskunft zu seiner Zukunft geben: „Morgen früh um 11 Uhr ist unser Spielersatztraining. Seht mir nach, es geht nicht um meine Person. Der Frust ist riesengroß.“

Außerdem sind Spieler und Fans offensichtlich gefrustet. Nach dem Schlusspfiff kam es zu einer Rudelbildung von Spielern auf dem Rasen, der Wolfsburger Ersatztorwart Marius Müller sah die Rote Karte. Im Wolfsburger Fanblock wurde Pyrotechnik gezündet, einige Fackeln flogen auch Richtung Platz.

„Es war absolut kein schöner Moment. Alle, die es mit dem VfL Wolfsburg halten, sind frustriert“, sagte Kapitän Maximilian Arnold bei DAZN. Es sei nicht schön in der Kabine gewesen, verriet der Mittelfeldspieler: „Ich glaube, heute schläft keiner, weil es ziemlich weh tut.“ Bei seinem Sky-Interview wurde Arnold durch Zwischenrufe von den Rängen gestört.

„Da sind Dinge gefallen, die definitiv unter der Gürtellinie sind“, sagte der HSV-Coach Merlin Polzin bei DAZN über die Szenen unmittelbar nach dem Spiel: „Natürlich ist das nie schön.“ Der deutsche Fußball lebe von der Emotionalität, „wenn man dann unzufrieden ist mit der Leistung, die gezeigt wird, dann entlädt sich das vielleicht irgendwann“, sagte Polzin: „Aber trotzdem hoffe ich natürlich, dass der VfL sich fängt.“

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