Jetzt haben die Nachforschungen der Nawalny-Organisation ergeben, dass beim Projektende 2023 eine große Summe übrig blieb, mehr als 80 Millionen Dollar. Die Hälfte davon sei an die „Alina Kabaeva Charitable Foundation“ gegangen, eine gemeinnützige Stiftung. Nach FBK-Informationen gibt diese aber nur einen Teil ihres Geldes für die Unterstützung von Sportlerinnen aus. Der Großteil sei in einem Festgeldkonto angelegt.

„Wenn der Palast wirklich den nominellen Eigentümern gehört hätte, wäre der naheliegende Schritt gewesen, dieses Geld zu behalten. Stattdessen wurde es an Strukturen weitergeleitet, die mit Kabajewa in Verbindung stehen“, schreibt FBK.

Die andere Hälfte des Geldes, rund 40 Millionen US-Dollar, sei an eine andere Stiftung von Kabajewa gegangen, die „Nebesnaya Gratsiya“ („Gnade des Himmels“). Sie soll unter anderem Sportcamps nahe einer Putin-Residenz in Nowgorod betreiben. Die FBK argumentiert, dass diese Lager einem verborgenen Zweck dienten: Sie sollten den Kindern von Putin und Kabajewa, die Berichten zufolge nahezu abgeschottet auf dem Anwesen in Waldai leben, die Möglichkeit geben, mit Gleichaltrigen in Kontakt zu kommen. Es soll einen Videoclip eines Jungen, den die FBK als Putins Sohn Iwan identifiziert hat, geben.

Alleine durch die Zinsen habe „Gnade des Himmels“ seit 2024 etwa 5,6 Millionen Dollar an Zinsen verdient. Die FBK kommt zu dem Schluss, dass Kabajewas Stiftungen lediglich „Schmiergeldkassen“ sind, die von Putins innerem Kreis genutzt werden, um den Lebensstil und die Hobbys seiner geheimen Familie „unter dem Deckmantel der Philanthropie“ zu finanzieren.

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