„Verrückt geworden“
Als Scholz über Putin spricht, wird er deutlich
16.03.2026 – 19:59 UhrLesedauer: 2 Min.

In der Kölner Flora spricht Altkanzler Scholz über die Bücher seines Lebens. Dabei wird er auch deutlich, wenn es um die Zukunft Europas geht.
Bei einem Podiumsgespräch in der Kölner Flora hat sich Altkanzler Olaf Scholz (SPD) am Montagabend auch über die aktuelle Weltlage geäußert. Scholz war zu der Veranstaltung des Literatur-Festivals Lit.Cologne gekommen, um mit der früheren „Kölner Treff“-Moderatorin Bettina Böttinger über die für ihn prägenden Bücher zu sprechen.
Der 67-Jährige sprach mit Böttinger am Rande auch über seine Vision für die Zukunft der EU. Der Sozialdemokrat plädierte dabei dafür, dass die Staatengemeinschaft sich angesichts der instabilen Weltlage und ihres schwindenden Einflusses in der Welt auf ihre eigene wirtschaftliche Stärken besinne – man dürfe darüber nicht „verrückt wie Putin“ werden, so Scholz.
Und auch auf die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump kam Scholz zu sprechen: Diese könne auf Dauer nicht funktionieren. Die deutschen Mittelstandsunternehmen würden wegen der den Handel belastenden Zölle nicht in die USA umziehen. Diese Firmen hätten ja auch abseits der USA ihre Absatzmärkte.
Der Altkanzler nannte in Köln, wo er sich zuvor noch in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte, auch Details zu seiner geplanten Biografie. Derzeit sei er mit dem Schreiben beschäftigt – und das alleine, wie er gegenüber Böttinger betonte. Das unterscheide ihn bei der Arbeit auch von seiner Vorgängerin Angela Merkel (CDU), die mit ihrer Büroleiterin Beate Baumann Merkels Memoiren „Freiheit“ verfasst hatte. „Ich habe mir ganz fest vorgenommen, dass das Buch nicht langweilig wird“, so Scholz. Zum Inhalt sagte der Altkanzler, dass es „Erinnerungen sein sollen, die sich mit der Politik beschäftigen“. Sein eigenes politisches Leben habe begonnen, als er mit 17 Jahren in die SPD eingetreten sei.