Zeuge filmte drastische Szenen
Prügel-Attacke auf Kontrolleure – Polizei fasst Teenager
18.03.2026 – 17:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Video schockierte: Ein Schwarzfahrer reißt sich von einem am Boden liegenden Kontrolleur los, schlägt ihm noch mehrfach an den Kopf. Jetzt verkündet die Polizei einen Fahndungserfolg.
Mehrere Tage nach einem Angriff auf zwei Fahrkartenkontrolleure ist einer der beiden mutmaßlichen Täter gefasst und festgenommen worden. Der 17-Jährige soll die Kontrolleure am Freitag vergangener Woche im baden-württembergischen Pforzheim mit Pfefferspray attackiert haben, um seinem Begleiter die Flucht vor den Ticketprüfern zu ermöglichen.
Von dem Vorfall verbreitete sich ein Augenzeugenvideo in den sozialen Medien. Zu sehen ist, wie einer der Verdächtigen versucht, sich aus dem Griff eines Fahrkartenkontrolleurs zu lösen. Der Kontrolleur geht zu Boden. Der Angreifer schlägt ihm noch mehrfach mit der Faust gegen den Kopf, bevor der Mann seine Umklammerung aufgibt und der Angreifer zusammen mit seinem Kompagnon fliehen kann.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge wollten die Kontrolleure vor der Attacke in einen Bus steigen. Vermutlich, um einer Kontrolle zu entgehen, rannten daraufhin zwei mutmaßliche Schwarzfahrer aus dem Fahrzeug und stießen die vor den Türen des Busses stehenden Kontrolleure um. Einer der beiden sprühte Pfefferspray und half so dem anderen, zu entkommen. Die Kontrolleure kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.
Bei den anschließenden Ermittlungen konnte die Polizei die beiden Verdächtigen identifizieren. Am Mittwochmorgen vollstreckten die Beamten Durchsuchungsbeschlüsse. Dabei wurde der 17-Jährige festgenommen.
Am Nachmittag erließ der zuständige Haftrichter Haftbefehl. Der 17-Jährige sitzt nun wegen des dringenden Verdachts der besonders schweren räuberischen Erpressung und der gefährlichen Körperverletzung sowie bestehender Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Der ebenfalls dringend tatverdächtige 19-Jährige befindet sich weiter auf der Flucht.
Die Sicherheit von Zugbegleitern steht nach einem tödlichen Angriff in einem Regionalzug im Februar verstärkt im Fokus. In Rheinland-Pfalz war damals ein 36 Jahre alter Zugbegleiter von einem Fahrgast bei einer Ticketkontrolle mit Faustschlägen gegen den Kopf so schwer verletzt worden, dass er später starb. Die Tat löste bundesweit Entsetzen und eine Debatte über die Sicherheit von Personal im öffentlichen Nahverkehr aus.











