Zeuge filmt alles mit
Junge Männer prügeln Bus-Mitarbeiter ins Krankenhaus
Aktualisiert am 16.03.2026 – 13:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Routineaufgabe endet für zwei Fahrkartenkontrolleure im Krankenhaus. Wenig später macht ein Video in den sozialen Medien die Runde.
Bei einer Fahrkartenkontrolle im baden-württembergischen Pforzheim sind zwei Menschen verletzt worden. Die beiden mutmaßlichen Täter sind auf der Flucht, wie die Polizei mitteilte.
Zu der Attacke war es bereits am Freitagmittag gekommen. Die beiden Mitarbeiter seien in einen Linienbus gestiegen – in dem Moment hätten zwei junge Männer die Flucht ergriffen, so die Polizei. Sie hätten die Mitarbeiter „überrannt“. Die Kontrolleure fielen dadurch zu Boden, wobei es einem der beiden gelang, einen Täter am Bein festzuhalten. Um sich loszureißen, habe er dem Kontrolleur ins Gesicht geschlagen. Der zweite Angreifer habe Pfefferspray gesprüht.
Schließlich flüchteten die beiden jungen Männer – die Kontrolleure kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei beschreibt die beiden Tatverdächtigen als etwa 19 Jahre alt, beide hätten ein „arabisches Erscheinungsbild“. Zeugen werden gebeten, sich bei der Pforzheimer Polizei zu melden.
In den sozialen Medien kursiert ein Video, das die Szenen an der Bushaltestelle zeigen soll. Darin ist zu sehen, wie einer der Angreifer versucht, sich aus dem Griff des Fahrkartenkontrolleurs zu befreien. Dafür schlägt er mehrfach mit der Faust in Richtung seines Kopfes. Als sich der Angreifer losreißen kann, bleibt der Kontrolleur kurz liegen, bis sich ein Passant kümmert. Wieso der filmende Zeuge nicht selbst eingriff, blieb unklar.
Die Sicherheit von Fahrkartenkontrolleuren steht nach einem tödlichen Angriff in einem Regionalzug im Februar verstärkt im Fokus. In Rheinland-Pfalz war damals der 36 Jahre alte Zugbegleiter Serkan Çalar von einem Fahrgast bei einer Ticketkontrolle mit Faustschlägen gegen den Kopf so schwer verletzt worden, dass er später starb. Die Tat löste bundesweit Entsetzen und eine Debatte über die Sicherheit von Personal im öffentlichen Nahverkehr aus.
