„Ich habe geweint“

Prozess setzte Ex-Freundin von Marius Borg Høiby zu


21.05.2026 – 13:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Mette-Marit und Marius Borg Høiby: Høiby ist der erstgeborene Sohn der norwegischen Kronprinzessin. (Quelle: Vegard Wivestad Grott/NTB SCANPIX/EPA/dpa/dpa-bilder)

Der Fall um Marius Borg Høiby ist seit Monaten in den Schlagzeilen. Jetzt berichtet seine Ex Juliane Snekkestadt, wie sie die öffentliche Aufmerksamkeit erlebt hat.

Während Marius Borg Høiby weiter auf ein Urteil wartet, rückt auch ein früheres Verfahren erneut in den Mittelpunkt. Seine Ex-Freundin Juliane Snekkestadt äußerte sich jetzt zu ihren Gefühlen rund um die Ermittlungen gegen den 29-Jährigen.

Juliane Snekkestadt hat sich laut der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“ (VG) im norwegischen Podcast „Råning med Tone“ offen über die vergangenen Monate geäußert. Die 30-Jährige erklärte, sie habe sich lange bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Sie habe „viele harte Jahre“ hinter sich und sei einem medialen Druck ausgesetzt gewesen, „der völlig verrückt war“.

Snekkestadt war von 2017 bis 2022 mit Marius Borg Høiby zusammen. Nach der Trennung hatte sie ihrem Ex-Partner psychische und physische Gewalt vorgeworfen. In sozialen Medien machte sie ihre Anschuldigungen öffentlich. Nach einer Vernehmung erhielt sie zunächst den offiziellen Opferstatus. Die norwegische Polizei stellte das Verfahren im Juni 2025 jedoch ein. Als Gründe wurden unter anderem Verjährung und Schwierigkeiten bei der Beweislage genannt.

Marius Borg Høiby sitzt derzeit in Untersuchungshaft. (Quelle: Ian Gavan/Getty Images)

Im Podcast berichtete Snekkestadt laut „VG“ zudem, dass ihr ein britischer Journalist einen Brief hinterlassen habe. Darin sei ihr „viel Geld“ für ein Interview angeboten worden. Dieses Angebot habe sie jedoch sofort abgelehnt. Inzwischen fühle sie sich aber bereit, „wieder in die Öffentlichkeit zu treten“.

„Wünschte, ich könnte Gerechtigkeit erfahren“

Besonders emotional sei für sie der Beginn des Prozesses gegen Høiby gewesen. „Als der Prozess kam, gab es einen Tag – der erste Tag – an dem ich geweint habe“, sagte Snekkestadt. Damals habe sie gedacht: „Ich wünschte, ich könnte auch Gerechtigkeit erfahren“. Entscheidend sei für sie letztlich aber, dass die Wahrheit über Marius Borg Høiby ans Licht komme. Gleichzeitig erklärte sie, sie habe nie das Gefühl gehabt, dass ihr nicht geglaubt werde.

Auf die Aussagen reagierte Høibys Verteidigerin Ellen Holager Andenæs bei der Zeitung „VG“ deutlich. „Der Fall, der sie betrifft, ist mit gutem Grund von der Polizei abgewiesen worden“, sagte die Anwältin.

Trotz der eingestellten Ermittlungen denkt Snekkestadt offenbar über weitere rechtliche Schritte nach. Ihr Anwalt John Christian Elden hatte „VG“ bereits im März erklärt: „Sie hat auf Aussagen reagiert, die Høiby vor Gericht über sie gemacht hat, und bedauert, dass sie sich im vergangenen Jahr nicht über die Einstellung des Verfahrens beschwert hat.“

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