Promotion in Mathematik: 18-Jähriger Frankfurter ist Ausnahmetalent



Schnelldenker: Yanik Kleibrink machte Abi und Bachelor parallel.

Bild: Lachner

Yanik Kleibrink hat mit zwölf Jahren begonnen, Mathematik zu studieren. Jetzt ist das Ausnahmetalent 18 Jahre alt und promoviert in seinem Lieblingsfach.

Die meisten jungen Menschen sind ziemlich stolz, wenn sie mit 18 oder 19 Jahren ihr Abitur geschafft haben. Viele brauchen anschließend erst einmal eine Auszeit und verbringen Zeit im Ausland, um sich zu orientieren, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Bei Yanik Kleibrink war das anders. Er wusste schon im Grundschulalter, was ihn am meisten interessiert. Wenn der Achtzehnjährige von Mathematik spricht, fallen sofort Begriffe wie Spaß und Freude, sprudelt es aus dem sonst eher bedacht formulierenden jungen Mann förmlich heraus.

Im Alter von zwölf Jahren begann er in Frankfurt an der Goethe-Universität sein Mathematikstudium – parallel zum Schulbesuch. Die fünfte Klasse hatte er gleich übersprungen. Den Bachelor in Mathematik machte er gleichzeitig zum Abitur, seit drei Monaten hat er auch den Mastertitel. Und jetzt wird er promoviert. „Geometrie von Modulräumen flacher Flächen“, so der Arbeitstitel seiner Doktorarbeit. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Martin Möller, der Kleibrink von Anfang an förderte und unter seine Fittiche nahm. Womit er sich beschäftigt, beschreibt er so: „Wenn man aus einem Blatt Papier ein Polygon herausschneidet und die Seiten mehrfach verdreht und alle möglichen Verklebungen betrachtet, müssen die Winkelsummen nicht immer 360 Grad sein.“ Da steigen die meisten Nichtmathematiker vermutlich schon aus. Jedenfalls stehen seine Forschungen auch in Verbindung mit physikalischen Gravitationstheorien. Denn in Physik schreibt er gerade auch eine Bachelorarbeit.

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