„Grenze überschritten“

Englischer Topklub suspendiert Weltmeister

03.04.2026 – 14:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Enzo Fernandez: Der Argentinier kostete den FC Chelsea einst 121 Millionen Euro an Ablöse. (Quelle: IMAGO/Matt West/Shutterstock/imago)

Es rumort bei Premier-League-Klub FC Chelsea. Weil sein Kapitän öffentlich seinen Wechselwunsch geäußert hat, greift der neue Trainer durch.

Der FC Chelsea hat seinen Kapitän Enzo Fernández suspendiert. Der argentinische Mittelfeldspieler hatte in einem Interview öffentlich angedeutet, den Klub verlassen zu wollen – und dabei Real Madrid als Wunschziel genannt.

Teammanager Liam Rosenior gab die Suspendierung am Karfreitag bekannt. Fernández fehlt damit im FA-Cup-Viertelfinale am Samstag gegen den Drittligisten Port Vale sowie im Premier-League-Spiel gegen Manchester City am 12. April.

Rosenior sagte: „Es ist enttäuschend, dass Enzo so spricht. Ich habe nichts Schlechtes über ihn zu sagen, aber es wurde eine Grenze überschritten in Bezug auf unsere Kultur und das, was wir aufbauen wollen.“ Und weiter: „Die Tür ist nicht geschlossen für Enzo. Es ist eine Sanktion. Man muss die Kultur schützen, und in dieser Hinsicht wurde während der Länderspielpause eine Grenze überschritten.“

Auslöser war ein Interview in argentinischen Medien. Darin hatte Fernández seine Zukunft an der Stamford Bridge nach dem Champions-League-Achtelfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain offengelassen. Einige Tage später betonte der 25-Jährige, er wolle gerne in Madrid leben, sollte er London verlassen – die Stadt erinnere ihn an Buenos Aires.

Chelsea hatte den Mittelfeldspieler im Januar 2023 für rund 121 Millionen Euro von Benfica Lissabon verpflichtet. Beim WM-Triumph Argentiniens 2022 in Katar war Fernández zum besten jungen Spieler des Turniers gewählt worden.

Rosenior berichtete zudem von einem klärenden Gespräch mit dem spanischen Nationalspieler Marc Cucurella. Dieser hatte die Strategie des Klubs öffentlich kritisiert. Rosenior erklärte den Hintergrund: „Die Spieler waren motiviert, dass wir in der Champions League etwas ganz Besonderes erreichen könnten“, sagte er. Die Kommentare von Fernández und Cucurella hätten ihren Ursprung und im „Wunsch, dass der Verein Erfolg hat.“ Allerdings benötige der Klub nun „mehr emotionale Stabilität“.

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