Gast findet Mikrochip im Essen
Preisgekröntes Rennpferd als Fleischgericht verspeist
14.03.2026 – 15:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Gast findet in seinem Essen ein merkwürdiges, technisch aussehendes Ding. Es stellt sich heraus: Es ist ein Mikrochip – der zuvor einem englischen Rennpferd eingepflanzt war.
Ein preisgekröntes Rennpferd ist in der Türkei nach einer Verletzung geschlachtet und nichtsahnenden Gästen einer kommunalen Suppenküche serviert worden. Medienberichten zufolge flog der Fall auf, nachdem ein Gast der Suppenküche in Mersin im Süden des Landes einen Gegenstand in seinem Essen gefunden und die Behörden eingeschaltet hatte.
Ermittler des Landwirtschaftsministeriums identifizierten das Objekt als Mikrochip eines Rennpferds namens Smart Latch – einer englischen Vollblutstute, die in der nahegelegenen Stadt Adana mehrfach Pferderennen gewonnen hatte.
Die Beamten untersuchten daraufhin das Essen in der Suppenküche und entdeckten, dass das dort servierte Gericht Kavurma, das normalerweise mit gebratenem Lamm oder Rind zubereitet wird, Pferdefleisch enthielt.
So geriet der frühere Besitzer des Rennpferds, Suat Topcu, in den Fokus der Behörden. Die Schlachtung der Stute konnte ihm den Berichten zufolge allerdings nicht nachgewiesen werden. Dafür erhielt er eine Geldstrafe über 132.000 Türkische Lira, umgerechnet rund 2.600 Euro, weil er eine angebliche Schenkung des Tieres nicht ordnungsgemäß gemeldet hatte.
„Wir sind sehr unglücklich“, behauptete Topcu laut der Nachrichtenagentur DHA. Seinen Worten zufolge war Smart Latch nach einer Beinverletzung kürzlich in den Ruhestand geschickt worden. Die Stute war zuletzt am 14. Oktober 2025 auf der Pferderennbahn von Adana gelaufen und hatte den 7. Platz belegt.
Der Zeitung „Milliyet“ sagte Topcu, er habe zunächst noch vorgehabt, die Stute zur Zucht einzusetzen. Ein Tierarzt habe allerdings gesagt, Smart Latch leide unter einer Gebärmutterinsuffizienz. Selbst wenn sie trächtig werde, sei eine erfolgreiche Geburt unmöglich. „Daraufhin suchten wir ein neues Zuhause für unser Pferd.“
Laut Topcu wollte er die Stute einem örtlichen Reitverein schenken und beauftragte eine Spedition damit, das Tier dort hinzubringen. Bis ihn das Ministerium kontaktiert habe, habe er keine Ahnung gehabt, was wirklich aus dem Pferd geworden war.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Stute nie bei dem Reitverein ankam und stattdessen zum Schlachter gebracht wurde. Das Fleisch sei anschließend fälschlich als Rind etikettiert und an ein Unternehmen verkauft worden, das die Suppenküche beliefert.









