Saisonstart 2026
Warum die Kugel Eis in Hamburg jetzt deutlich mehr kostet
25.03.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Eispreise in Hamburg steigen zur Saison 2026 spürbar an. Warum Kunden tiefer in die Tasche greifen müssen – und wie Deutschland im Europa-Vergleich dasteht.
Wer in diesem Frühling in Hamburg eine Kugel Eis kauft, zahlt mehr als noch vor einem Jahr. Mehrere Eisdielen in der Stadt haben ihre Preise zur Saison 2026 angehoben – auf bis zu 2,60 Euro pro Kugel.
Das Eiscafé Jacobs im Hamburger Norden verlangt seit Saisonbeginn 1,90 Euro, zehn Cent mehr als im Vorjahr. Inhaber Benjamin Marzahl nannte t-online als Hauptgründe die Mindestlohnerhöhung und gestiegene Rohstoffkosten – unter anderem wegen einer schlechten Obsternte im vergangenen Jahr.
Deutlich höher liegt Luicella’s Ice Cream in Hamburg: 2,60 Euro pro Kugel, 2,20 Euro für Kinderkugeln. Die Lohnkosten seien allein in diesem Jahr um rund zehn Prozent gestiegen, die Rohwarenkosten über alle Produkte hinweg um rund acht Prozent, teilte das Unternehmen t-online mit. Besonders drastisch: Der Kakaopreis habe sich im vergangenen Jahr verdreifacht.
Auch die Eisdiele LELA mit Standorten in Eppendorf und St. Pauli hat ihren Preis um 20 Cent auf 2,50 Euro angehoben. Als Gründe nannte das Unternehmen t-online auf Anfrage höhere Rohstoff-, Energie- und Personalkosten sowie gestiegene Betriebskosten.
Der Verband der italienischen Speiseeishersteller Uniteis schätzt den bundesweiten Durchschnittspreis für eine Kugel in diesem Jahr auf 1,80 bis 2,50 Euro. Verbandspräsident Augusto De Pellegrin sagte bei der Vorstellung der Eissorte des Jahres in Berlin, Inflation und steigende Kosten träfen auch die Eisdielen. In Italien oder Spanien zahle man nicht selten drei Euro pro Kugel – Deutschland sei im europäischen Vergleich das günstigste Land.










