Nach drastischem Anstieg
Tanken in Polen: Lohnt es sich wieder?
18.04.2026 – 07:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Spritpreise in Polen gingen zuletzt steil nach oben. Dann reagierte Warschau. Lohnt sich der Tanktrip über die Grenze nun wieder?
Preise wie aus einer anderen Zeit: Ein Liter Super kostet in Polen 1,43 Euro. In Deutschland zahlen Autofahrer hingegen weit über zwei Euro. Das massive Preisgefälle macht den Weg über die Grenze so attraktiv wie seit Jahren nicht mehr. Aber wer in Polen tankt, sollte vorher genau hinschauen.
Am Donnerstag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 2,211 Euro. Damit ist der Preis im Vergleich zum Vortag zwar um 2,6 Cent gesunken, bleibt aber deutlich über der Zwei-Euro-Marke. Ähnlich sieht es bei Super E10 aus: Hier sank der Preis um 1,2 Cent auf durchschnittlich 2,077 Euro pro Liter.
In Polen zeigt sich ein völlig anderes Bild. Dort zahlen Autofahrer für den Liter Diesel im Schnitt lediglich 1,77 Euro. Noch deutlicher ist der Unterschied bei den Benzinpreisen: Ein Liter Super bleifrei kostet in Polen aktuell durchschnittlich nur 1,43 Euro.
Trotz der leichten Entspannung am deutschen Kraftstoffmarkt bleibt der Tanktourismus für Pendler und Anwohner in Grenznähe damit weiterhin attraktiv.
Allerdings: Minderwertiger Sprit ist in Polen zwar selten, er kommt aber vor. Die Folgen für das Auto sind kostspielig. Verstopfte Kraftstofffilter und verschmutzte Einspritzventile führen zu unruhigem Motorlauf oder treiben den Verbrauch in die Höhe. Da man die Qualität beim Tanken nicht sieht, liefern staatliche Kontrolleure die nötigen Daten.
Wer bereits unterwegs ist, kann die App „Yanosik“ nutzen. Neben den aktuellen Preisen zeigt sie das Datum der letzten Qualitätsprüfung an. So lässt sich schon vor dem Abbiegen klären, ob die Tankstelle seriös arbeitet.
Trotz einzelner Problemfälle gibt es keinen generellen Grund zur Sorge. Im vergangenen Jahr fielen nur sehr wenige Tankstellen durch den Test. Besonders in Grenznähe, etwa in Slubice oder Stettin, ist die Treibstoffqualität hoch. Pendler können dort in der Regel bedenkenlos tanken.
