Chaos bei Real
Bizarre Pressekonferenz: Madrid-Boss attackiert Journalisten
12.05.2026 – 20:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Real Madrids Präsident Florentino Pérez tritt nach zwei titellosen Spielzeiten und anhaltenden Krisenberichten vor die Presse. Sein Auftritt dauert über eine Stunde.
Auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz hat Real Madrids Präsident Florentino Pérez auf das Chaos rund um seinen Klub reagiert. Dabei widersprach er Berichten, attackierte Journalisten und witterte eine Kampagne gegen seine Person.
„Man sagt, ich sei krank, ich hätte einen unheilbaren Krebs. Ich nutze die Gelegenheit, um den Menschen zu sagen, die sich um mich sorgen: Ich leite weiter den Club und mein Unternehmen, das 50 Milliarden im Jahr umsetzt. Meine Gesundheit ist perfekt“, wies er Gerüchte über seinen Gesundheitszustand zurück.
Pérez kündigte zudem Neuwahlen an. Medienberichten zufolge gilt die Abstimmung als eine Art Vertrauensfrage. Der Präsident selbst hat nicht die Absicht, sein Amt herzugeben: „Ich bedauere, euch sagen zu müssen, dass ich nicht aufhöre.“
Auf der Pressekonferenz lieferte sich Pérez auch Wortgefechte mit Journalisten. Er behauptete, die Medien verbreiteten Lügen und falsche Aussagen: „Sie glauben, Sie könnten mich einschüchtern, aber Sie geben mir viel mehr Energie, als ich ohnehin habe.“ Dabei durchwühlte er immer wieder seine Notizen sowie sein Handy.
Klublegende Casillas reagiert via Social Media
Weit über eine Stunde dauerte die Pressekonferenz, Pérez sprach dabei über zahlreiche weitere Themen. Zu den Gerüchten rund um eine mögliche Rückkehr von José Mourinho wollte er sich aber nicht äußern. Eine süffisante Einordnung zu Pérez‘ Auftritt teilte Klublegende Iker Casillas. Auf X postete der frühere Torhüter das Emoji einer Person, die sich die Hand vors Gesicht schlägt.
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Real Madrid steckt nach zwei titellosen Spielzeiten in einer Krise, die Fachmedien als „noch nie da gewesen“ bezeichnen. Aus dem Klub kamen zuletzt Berichte über Streit und Schlägereien in der Kabine sowie einen „Krieg“ der Egos rund um Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Jude Bellingham. Es gehe dort so schlimm zu, dass die Suche nach einem Nachfolger für Trainer Álvaro Arbeloa schwieriger als erwartet verlaufe, versicherte ein TV-Kommentator. Keiner wolle kommen.
Pérez führt Real Madrid seit 2009 ohne Unterbrechung. Zuvor war er bereits von 2000 bis 2006 Präsident. In dieser Zeit gewannen die Madrilenen unter anderem siebenmal die Champions League.









