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Portugal wird Anfang Juli weitere 340 Beamte der öffentlichen Sicherheitspolizei (PSP) an nationalen Flughäfen entsenden, um zur Straffung der Grenzkontrollverfahren beizutragen.
Innenminister Luís Neves gab den Schritt am Freitag bekannt.
„Am 4. Juli werden wir weitere 340 Personen entsenden, PSP-Beamte, die derzeit eine spezielle Ausbildung für die Arbeit an den Grenzen erhalten. Allein Lissabon wird 140 bekommen, 100 werden nach Porto gehen und weitere nach Faro, Funchal und Ponta Delgada“, sagte der Minister in Kommentaren, die vom portugiesischen Fernsehsender SIC berichtet wurden.
Lange Warteschlangen an portugiesischen Flughäfen
Die Maßnahme erfolgt im Zuge kürzlich gemeldeter Engpässe bei der Grenzkontrolle an einigen portugiesischen Flughäfen, wobei Lissabon besonders betroffen ist.
Diese Vorfälle wurden von der Regierung unter anderem mit der Einführung des Einreise-/Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union in Portugal in Verbindung gebracht.
Die neuen Grenzkontrollen erfassen die biometrischen Daten von Drittstaatsangehörigen und sammeln Informationen über deren Ein- und Ausreise in den Schengen-Raum, bei Kurzaufenthalten von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen.
Dies geschieht, obwohl eine offizielle Quelle der Europäischen Kommission in einer Antwort an die Nachrichtenagentur Lusa bestritten hatte, dass die Warteschlangen auf die Inbetriebnahme dieses neuen Systems zurückzuführen seien.
„Die Herausforderungen, mit denen Portugal konfrontiert ist, einschließlich längerer Wartezeiten, hängen nicht mit Problemen bei der Funktionsweise des Einreise-/Ausreisesystems zusammen“, betonte die Europäische Kommission und fügte hinzu, dass sie „in dieser Angelegenheit weiterhin mit Portugal in Kontakt“ bleibe und „weiterhin die notwendige Unterstützung“ in dieser Hinsicht leisten werde.
Allerdings fügte der Innenminister am Freitag hinzu, dass es in den letzten Tagen weniger Probleme auf portugiesischen Flughäfen gegeben habe.
„Es ist wichtig, einen Blick darauf zu werfen, wie der Betrieb in den letzten Tagen gelaufen ist. Der Samstag beispielsweise war möglicherweise der Tag des Jahres, an dem die meisten Passagiere die portugiesischen Flughäfen nutzten“, sagte Neves und fügte hinzu, dass die Situation „sehr gut gelaufen“ sei.
In einer Zeit der typisch starken Touristenströme und der bevorstehenden Sommermonate hatte die portugiesische Regierung bereits letzte Woche angekündigt, dass fast mit sofortiger Wirkung weitere 48 PSP-Beamte am Flughafen Lissabon stationiert werden, zumal dort der größte Teil des Flugverkehrs des Landes abgewickelt wird.










