Alles begann mit einem Prinzen

Hier sind die Reichen und Schönen unter sich


Aktualisiert am 24.03.2026 – 06:31 UhrLesedauer: 3 Min.

Blick auf Boote vor der Costa Smeralda (Sardinien): Hier residieren die Reichen und Superreichen in eleganter Atmosphäre.

Blick auf Boote vor der Costa Smeralda (Sardinien): Hier residieren die Reichen und Superreichen in eleganter, ungestörter Atmosphäre. (Quelle: IMAGO)

„Es war einmal“ – so fangen Märchen an. Auch das der Costa Smeralda, die vor mehr als 60 Jahren von einem Prinzen gegründet wurde.

In den 1960er-Jahren entdeckt ein junger arabischer Prinz einen fast unberührten Küstenstreifen im Nordosten Sardiniens. Es ist kein glamouröser Fischerort wie an der Côte d’Azur in Frankreich, keine von Künstlern geprägte Mittelmeerinsel. Hier gibt es nur Sträucher, Felsen und Hirtenpfade. Und doch sieht Prinz Karim Aga Khan IV., Erbe einer mächtigen Dynastie und Visionär mit feinem Gespür für Stil, in dieser kargen Landschaft etwas, das andere übersehen: das Potenzial für eine exklusive Enklave – geschaffen für jene, die viel Geld und eine Sehnsucht nach Schönheit mitbringen.

Die örtlichen Bauern und Schafhirten, tief verwurzelt in einer harten, landwirtschaftlich wenig ertragreichen Realität, verkaufen das steinige Küstenland bereitwillig. Der Boden, zu karg für den Ackerbau, wechselt für ein paar Millionen Lira den Besitzer – umgerechnet ein paar Tausend D-Mark. Der Prinz verspricht, die Landschaft zu respektieren. Und tatsächlich: Statt Hotelburgen entstehen harmonisch eingebettete Villen, statt Massentourismus ein Ort für die Elite. Die Costa Smeralda ist geboren.

Schon bald wird sie zum Rückzugsort der Reichen und Schönen. In Porto Cervo, dem Herzstück der Küste, liegt der exklusive Yachthafen. Designer-Boutiquen, Sternerestaurants und Luxusresorts bieten eine diskrete Kulisse für Weltstars, Magnaten und Modemacher. Hier logiert man nicht; man residiert.

Namen wie Beyoncé und Jay-Z, George Clooney, Leonardo DiCaprio, Madonna oder Elton John tauchen regelmäßig auf den Gästelisten Porto Cervos auf. In den Hotels werden schon einmal bis 30.000 Euro pro Nacht gezahlt. Manche Berühmtheiten, wie Giorgio Armani, besitzen eigene Anwesen in den Hügeln oberhalb der Bucht.

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