„Wiederholte Verzerrungen“
Pornoskandal an Schule – „Falken“ widersprechen Berichten
Aktualisiert am 17.04.2026 – 14:43 UhrLesedauer: 3 Min.

An einer Oberschule in Sachsen findet eine Projektwoche statt, dabei wird pornografisches Material verteilt. Es kommt zum Eklat. Jetzt reagieren die Träger der Veranstaltung.
Nach dem Eklat an einer Oberschule im ostsächsischen Schleife (Kreis Görlitz) äußern die Verantwortlichen der Projektwoche ihr Bedauern, bitten um Entschuldigung und schildern ihre Sicht der Ereignisse. „Den Vorfall nehmen wir sehr ernst“, heißt es in einem Statement, das der Berliner Landesverband der „Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken“ t-online geschickt hat. Die „Falken“ stellen die Ereignisse dieses Tages aber auch in wesentlichen Punkten anders dar, als bisher in einigen Medienberichten zu lesen war.
Unter der Trägerschaft der Berliner „Falken“ war an der Schule im März eine Projektwoche organisiert worden. Kinder hatten ihren Eltern schon nach dem ersten Tag erzählt, dass im Klassenzimmer pornografisches Material präsentiert worden sei.
Beschwerden und Strafanzeigen gingen ein, die Schule brach das Projekt ab. Jetzt ermittelt die Polizei. Welche Bildinhalte im strafrechtlichen Sinn vorlagen, ist nach Behördenangaben Gegenstand der Ermittlungen. Medienberichten zufolge soll es sich um Bilder zweier Männer bei verschiedenen Sexpraktiken gehandelt haben. Angeblich soll einer der Projektleiter auch über „dieses Nazi-Sachsen“ geschimpft haben, als sich eine Schülerin geweigert habe, sich mit ihren Pronomen vorzustellen, berichtete die neurechte „Junge Freiheit“. Pronomen sind Worte, die als grammatikalische Stellvertreter für Personen dienen (etwa: „er“, „sie“) – in der Genderdebatte sind sie wichtig, weil sie sichtbar machen, ob und wie Identitäten respektiert oder ignoriert werden. Einige Menschen möchten mit genderneutralen Pronomen wie „dey“ oder „hen“ angesprochen werden.
In ihrem Statement erklären die „Falken“ jetzt, das Angebot sei eine theaterpädagogische Projektwoche gewesen, in der eine 9. Klasse gemeinsam eine Woche lang zum Thema „Mut, Mutlosigkeit und mutig sein“ arbeiten sollte. Als Einstieg in das Thema sollte demnach eine gemeinsame Collage zum Workshop-Thema erstellt werden. Dafür sollten die Schüler verschiedene Materialien wie Zeitschriften und Hefte benutzen, diese seien ihnen stapelweise zur Verfügung gestellt und auf dem Boden verteilt worden.
Unter diesen Materialien hätten einige Schüler „eine Zeitschrift mit sexualisierten Inhalten“ entdeckt, die Schüler hätten aus dieser Zeitschrift „Bilder von angedeuteten sexuellen Darstellungen und nackten Personen“ abfotografiert.
Wie diese Zeitschrift unter die Bastelmaterialien gekommen sei, sei unklar, erklären die „Falken“. Die Projektleiter hätten einige der Bastelmaterialien, darunter auch viele Zeitschriften, gespendet bekommen: „Ihnen war trotz Sichtung der Materialien nicht bewusst, dass sich darunter eine Zeitschrift mit unangemessenen Inhalten befand.“