Flex am Auspuff, Vollgas in der Kurve

3.400 Geschwindigkeitsverstöße an einem Tag in Hamburg

17.04.2026 – 04:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Polizeieinsatz mit Verkehrskontrolle in Hamburg (Symbolbild): 260 Beamte kontrollierten von 6 bis 22 Uhr das gesamte Stadtgebiet. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch/imago)

Bei einer großen Verkehrskontrolle in Hamburg hat die Polizei tausende Verstöße festgestellt. Ein Fahrer fiel dabei mit extrem hohem Tempo auf.

Fast 3.400 Geschwindigkeitsverstöße, ein betrunkener Autofahrer und ein illegal frisierter Porsche: Die Polizei Hamburg hat am Mittwoch bei der europaweiten Aktion „ROADPOL Speed“ eine ernüchternde Bilanz gezogen. 260 Beamte haben von 6 bis 22 Uhr das gesamte Stadtgebiet kontrolliert.

Geschwindigkeitsverstöße und zu geringer Sicherheitsabstand sind in Hamburg für knapp 15 Prozent aller Unfälle mit Verletzten verantwortlich. Im vergangenen Jahr sind dabei mehr als 1.260 Menschen verletzt worden. Genau deshalb ist Geschwindigkeitsüberwachung für die Polizei Hamburg kein Sonderfall, sondern Dauerprogramm, teilen die Beamten in einer Pressemitteilung zu der Aktion mit.

Ein 62-jähriger Autofahrer ist zunächst nur wegen eines fehlenden Sicherheitsgurts angehalten worden. Dabei haben die Beamten Atemalkoholgeruch bemerkt. Ein freiwilliger Test hat 1,35 Promille angezeigt. Damit gilt der Mann als absolut fahruntüchtig. Er hat nicht weiterfahren dürfen, die Polizei ermittelt nun wegen Trunkenheit am Steuer.

Die Dienstgruppe Autoposer hat einen Porsche Cayenne gestoppt, dessen Endschalldämpfer augenscheinlich mit einer Flex aufgetrennt und durch ein durchgehendes Rohr ersetzt worden war. Das Fahrzeug war um ein Vielfaches lauter als erlaubt. Der Porsche ist für eine Prüfung durch einen Gutachter eingezogen worden. Die 47-jährige Fahrerin erwartet 135 Euro Bußgeld und einen Punkt. Auf den Fahrzeughalter kommen außerdem weitere Kosten von über 1.000 Euro zu.

An der Jüthornstraße/Robert-Schumann-Brücke haben Beamte kontrolliert, wie Lkw über 3,5 Tonnen abgebogen sind. Erlaubt ist Schrittgeschwindigkeit von maximal 7 km/h. Sieben von rund 20 beobachteten Fahrzeugen sind schneller gefahren, der Spitzenreiter hat mit 17 km/h abgebogen. Den Fahrern drohen jeweils 70 Euro Bußgeld und ein Punkt.

Auf der Bundesstraße 75 hat eine Messung einen 41-jährigen BMW-Fahrer mit 152 km/h bei erlaubten 80 km/h erfasst. Ihn erwarten 700 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg.

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