Polizei warnt
Teurer Diesel: Dieser „Spartipp“ endet im Gefängnis
Aktualisiert am 07.04.2026 – 10:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Netz kursieren fragwürdige „Spartipps“ rund ums Tanken. Doch obwohl Sprit so teuer ist wie selten, erkennt die Thüringer Polizei bislang keinen signifikanten Anstieg bei Kraftstoffdiebstahl oder Tankbetrug.
Aktuelle Zahlen aus Thüringen entkräften jedoch die Befürchtungen einer starken Zunahme: Trotz der Kostenexplosion an der Zapfsäule bleibt die große Diebstahlwelle demnach zumindest vorerst aus. Die Landespolizeidirektion verglich die ersten drei Monate 2026 mit dem Vorjahr: Ein signifikanter Anstieg bei Kraftstoffklau oder Tankbetrug ist nicht erkennbar. Die Lage bleibt stabil.
Dennoch blicken die Beamten den kommenden Monaten skeptisch entgegen. Steigende Kosten für Energie und Lebensmittel setzen Bürger und Unternehmen unter Druck. Die Polizei räumt ein: „Eine belastbare Prognose bleibt von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig.“ Not kann zwar Eigentumsdelikte befeuern, laut Statistik gibt es jedoch keinen Automatismus zum Diebstahl.
Oft scheitern Täter nicht an der Moral, sondern an der Technik. Wer es Dieben schwer machen will, sollte folgende Punkte umsetzen:
Die Polizei übt scharfe Kritik an „Spartipps“ aus Internetforen. Dort wird behauptet, eine Geldstrafe für Tankbetrug an der Zapfsäule sei günstiger als eine volle Tankfüllung – ein gefährlicher Trugschluss. Wer ohne zu zahlen wegfährt, begeht eine Straftat. Das kann nicht nur teure Geldstrafen, sondern sogar Gefängnis bedeuten. Die Beamten raten Tankstellen-Betreibern deshalb, jeden Fall sofort anzuzeigen.
