Niedrige Preise, gestohlene Fotos
Betrug mit Ferienhäusern: Spanische Polizei warnt vor TikTok-Masche
11.03.2026 – 15:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Urlaub in einer spanischen Ferienvilla zum Schnäppchenpreis? Damit locken Betrüger im Internet derzeit Reisende. Die Polizei warnt vor Betrug.
Die Polizei in Spanien warnt Urlauber vor einer neuen Betrugsmasche bei der Buchung von Ferienunterkünften. Kriminelle nutzen dabei vor allem soziale Medien wie TikTok, um angeblich besonders günstige Villen oder Ferienhäuser anzubieten und Ahnungslosen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Nach Angaben der Guardia Civil werben die Täter mit Preisen, die deutlich unter dem üblichen Marktpreis liegen. In den Anzeigen verwenden sie häufig gestohlene Fotos aus echten Immobilienangeboten von bekannten Buchungs- oder Immobilienportalen.
Sobald Kunden Interesse anmelden, setzen die Betrüger sie unter Druck, beschreibt die Polizei das Vorgehen. Sie behaupten, es gebe viele weitere Interessenten für die Unterkunft, und verlangen eine schnelle Anzahlung, um die Buchung zu sichern.
Die Opfer sollen das Geld anschließend meist über den spanischen Echtzeit-Bezahldienst Bizum oder per Banküberweisung überweisen. Manchmal wird sogar der komplette Reisepreis verlangt, heißt es. Ist das Geld erst einmal bezahlt, breche der angebliche Vermieter den Kontakt sofort ab. Das Opfer werde blockiert und bleibt ohne Unterkunft und ohne Aussicht, das Geld zurückzubekommen.
Die Guardia Civil rät Reisenden, besonders skeptisch zu sein, wenn Ferienunterkünfte ungewöhnlich günstig angeboten werden.
Grundsätzlich raten die Behörden dazu, Unterkünfte möglichst über bekannte Buchungsplattformen zu reservieren. Diese bieten in der Regel sichere Zahlungswege und Schutz bei Stornierungen. Zahlungen außerhalb solcher Plattformen sollten möglichst vermieden werden.
Wer vermutet, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, sollte sofort seine Bank kontaktieren. In manchen Fällen könne eine Überweisung noch gestoppt oder zurückgeholt werden. Außerdem werden Betroffene von der Polizei aufgefordert, Beweise wie Screenshots der Anzeige, Chatverläufe mit dem vermeintlichen Vermieter sowie Zahlungsbelege zu sichern und gemeinsam mit der Anzeige zu übermitteln.











