Nach dem Berliner Angriff
Hamburg verdoppelt Polizeikräfte beim CSD
29.07.2026 – 09:55 UhrLesedauer: 1 Min.
Neben uniformierten Beamten sollen auch Zivilkräfte und eine Luftkomponente den Hamburger CSD schützen. Absolute Sicherheit sei dennoch nicht leistbar.
Nach dem Angriff beim Berliner Christopher Street Day hat die Hamburger Polizei ihr Sicherheitskonzept für den Hamburger CSD grundlegend überarbeitet. Polizeipräsident Falk Schnabel kündigte im Deutschlandfunk an, dass rund doppelt so viele Kräfte wie beim letzten Hamburger CSD im Einsatz sein werden.
Geplant sind neben uniformierten Beamten auch Zivilkräfte sowie eine Luftkomponente. Technische Sperren zum Schutz vor Fahrzeugangriffen gehören laut Schnabel ebenfalls zum überarbeiteten Konzept.
Schnabel nennt Grenzen der Maßnahmen
Zugleich benannte Schnabel die Grenzen der Maßnahmen: „Allerdings gehört auch zur Wahrheit dazu: Eine absolute Sicherheit, gerade im Innenstadtbereich, wird auch von uns nicht leistbar sein.“
Für die Veranstaltungen rund um den Hamburger CSD bestünden nach Polizeiangaben vom Wochenbeginn keine konkreten Gefährdungshinweise. Für Deutschland insgesamt gilt den Behörden zufolge eine abstrakt hohe Gefährdungslage.
250.000 Teilnehmer beim CSD in Hamburg erwartet
Die Veranstalter rechnen laut Polizei mit 250.000 Teilnehmern. Der Zug soll um 12 Uhr an der Lübecker Straße im Stadtteil Hohenfelde starten, durch St. Georg ziehen und gegen 19 Uhr in der Innenstadt enden. Motto ist: „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“
Beim Berliner CSD soll ein Mann Menschen mit einem Van angefahren und mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Eine Frau aus Polen starb, 29 weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Angriff gilt den Ermittlungsbehörden zufolge als mutmaßlich islamistisch motiviert. Der Tatverdächtige wurde bei seiner Festnahme von Einsatzkräften erschossen.
