Schneller Test kann helfen

Jeder Autofahrer bedroht: Polizei warnt vor Betrugsmasche


21.07.2026 – 11:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Zunächst wirkt alles echt – sogar die Papiere: Mit gestohlenen Originaldokumenten täuschen Betrüger ihre Opfer. (Quelle: Jürgen Ritter/imago-images-bilder)

Mit einem einzigen Schlüssel und rührseligen Geschichten bringen Kriminelle Autokäufer um ihr Geld. Ein einfacher Trick entlarvt viele Betrüger sofort.

Ein auffällig niedriger Preis und nur ein einziger Schlüssel: Oft sind das klare Indizien für ein gestohlenes Auto. Wer hier gutgläubig zugreift, riskiert im schlimmsten Fall, das Fahrzeug und sein Geld zu verlieren.

Der Trick mit dem Postversand

Die Täter nutzen meist dieselbe Ausrede: Sie versprechen, den fehlenden Zweitschlüssel später per Post zu schicken. Als Sicherheit darf der Käufer 500 bis 1.000 Euro einbehalten. Das Problem: Der Großteil des Kaufpreises ist dann bereits bar bezahlt. Und der Verkäufer taucht unter.

Zehntausende gestohlene Dokumente im Umlauf

Große Sorgen bereiten den Ermittlern außerdem gefälschte Fahrzeugpapiere. In Deutschland kursieren derzeit zahlreiche echte Blankodokumente, die aus Einbrüchen in Zulassungsstellen stammen. Käufer sollten die Dokumente daher genau prüfen.

Rechtschreibfehler, unsaubere Stempel oder unregelmäßige Zeilenabstände verraten die manipulierten Unterlagen. Auch Einträge mit der Schreibmaschine sind verdächtig, da keine deutsche Behörde diese Geräte heute noch nutzt.

Fatale Lücke: Das Bundesinnenministerium fahndet nach über 180.000 Blankozulassungen, die aus Zulassungsstellen gestohlen wurden. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer)

Tränenreiche Geschichten am Straßenrand

Um den niedrigen Preis zu rechtfertigen, erfinden Kriminelle oft emotionale Geschichten. Mal liegt der Halter angeblich schwer im Krankenhaus, mal soll ein Vorschaden den Preisnachlass erklären. Meist werden sehr persönliche Geschichten erzählt, die viele Käufer nicht hinterfragen. Oft macht der niedrige Preis die Käufer schlicht blind.

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Dabei gibt es häufig schon vor der Übergabe eindeutige Warnsignale: Der Treffpunkt wird kurzfristig mehrfach verschoben, die Verkäufer kommen unpünktlich. Oft verlangen sie ein Treffen spät abends an einem abgelegenen Ort, obwohl die Fotos in ihrer Internet-Anzeige eine sichere Wohngegend zeigen.

Endgültige Sicherheit erfordert zwar eine gründliche Prüfung. Oft genügt jedoch bereits ein einfacher Test: Kündigen Sie dem Verkäufer an, das Auto vor dem Kauf gemeinsam bei der nächsten Polizeiwache überprüfen zu lassen. Viele Kriminelle springen dann sofort ab.

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