Großeinsatz in Siegburg
Explosion in ICE: Maskierter Mann drohte mit Anschlag
Aktualisiert am 02.04.2026 – 23:30 UhrLesedauer: 1 Min.
In einem ICE in Siegburg hat es einen Einsatz der Polizei gegeben. Ein Mann hatte offenbar Böller geworfen.
Die Bundespolizei hat am ICE-Bahnhof Siegburg in Nordrhein-Westfalen einen maskierten Mann festgenommen. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger unter Berufung auf die Bundespolizei berichtet, wurden im Zug Gäste bedroht.
Daniela Maaßen, Sprecherin der Bundespolizei, sagte der Zeitung, ein maskierter Mann habe zwei Böller mit Softair-Kugeln in den Gang eines ICE geworfen. Die Böller seien explodiert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa gab es Leichtverletzte.
Der Zug war laut Maaßen auf dem Weg nach Frankfurt und habe außerplanmäßig in Siegburg gehalten. Der Mann habe sich auf einer Zugtoilette verschanzt; Beamte hätten ihn überwältigt und festgenommen. Im Rucksack des Mannes sei ein großes Messer gefunden worden. Er habe geäußert, „mehrere Personen abstechen“ zu wollen.
Wie der Kölner Stadt-Anzeiger weiter berichtet, standen rund 15 teils schwer bewaffnete Beamte am Zug an Gleis 6. Etwa 300 Fahrgäste versammelten sich im Parkhaus des Bahnhofs; Hilfskräfte betreuten sie vor Ort. Der übrige Zugverkehr sei von dem Vorfall nicht beeinträchtigt worden.
„Bild“ berichtet, der ICE 19 habe seit 20.30 Uhr am Bahnsteig 6 festgestanden, der Einsatz von Rettungskräften und Polizei habe gegen 21.00 Uhr begonnen. Fahrgäste hätten in Wagen 23 eine Detonation und Qualm wahrgenommen.
Die Bundespolizei durchsuchte den geräumten Zug im Anschluss an die Festnahme, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Weitere Angaben zum Tatverdächtigen oder zum weiteren Verfahren lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.










