Eklat in der 3. Liga
Polizei nimmt Fan nach Böllerwurf vorübergehend fest
05.03.2026 – 21:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Während die Polizei einen Fahndungserfolg vermelden kann, erleidet Essens Torwart Felix Wienand ein Knalltrauma und fällt vorerst aus. Auf einen Einspruch verzichtet sein Klub jedoch.
Nach dem mutmaßlichen Böllerwurf gegen Torwart Felix Wienand vom Fußball-Drittligisten Rot-Weiss Essen in der Partie gegen Waldhof Mannheim am Mittwoch hat die Essener Polizei den Täter identifiziert und vorübergehend festgenommen. Wie ein Polizeisprecher dem SWR bestätigte, sei der 50 Jahre alte Mann aus Ludwigshafen unmittelbar nach der Tat durch Videobilder erkannt und außerhalb des Stadions aufgegriffen worden.
Der Mann wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Herbeiführung einer Sprengstoff-Explosion ermittelt.
Auch der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und die Mannheimer zu einer Stellungnahme aufgefordert. Diese wiederum verurteilten die Aktion, bei der Essens Wienand ein Knalltrauma erlitten hat.
Der Vorfall ereignete sich in der 53. Minute. Wienand war in seinem Strafraum vor dem Mannheimer Fanblock nach einem lauten Knall auf die Knie gegangen, hielt sich die Ohren zu und wurde benommen in die Kabine geführt. Trainer Uwe Koschinat sagte nach dem Spiel: „Ihm geht es wirklich nicht gut“.
Schiedsrichter Lennart Kernchen hatte die Partie beim Stand von 1:0 für Essen für 45 Minuten unterbrochen. Anschließend war für Wienand der Essener Ersatztorwart Tino Casali ins Spiel gekommen.
Am Donnerstag teilte Essen mit, Wienand sei vorerst „aufgrund eines Knalltraumas, einhergehend mit einem deutlichen Hörverlust, nicht spielfähig“. Der Torwart sei nach der Partie ins Krankenhaus gebracht und am Donnerstagmorgen von einem Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten untersucht worden. Er bleibe in ärztlicher Betreuung und könne derzeit nicht am Spiel- und Trainingsbetrieb teilnehmen.
„Ein Einsatz am Samstag in der Partie bei der TSG Hoffenheim II ist ausgeschlossen“, heißt es. Nach „intensiver Abwägung“ habe sich der Klub entschieden, keinen Protest gegen die Spielwertung einzulegen. Essen hatte das Spiel mit 1:0 gewonnen.










