Alle stammen aus einem Bundesland
Polizei gibt Herkunft der fünf Lawinentoten bekannt
Aktualisiert am 03.11.2025 – 11:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Lawinenunglück in Südtirol hat die Polizei neue Details mitgeteilt: Alle fünf Todesopfer kommen aus Bayern.
Die fünf Bergsteiger, die an Allerheiligen in Südtirol bei einem Lawinenabgang ums Leben kamen, sind identifiziert. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 58 Jahre alten Mann mit seinem 21 Jahre alten Sohn und dessen gleichaltriger Freundin sowie einen 46-jährigen Vater mit seiner 17 Jahre alten Tochter. Alle stammten aus Bayern, wie ein Sprecher der italienischen Finanzpolizei in Bozen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte.
Südtiroler Medien zufolge kamen Vater und Tochter aus dem Raum München. Die anderen drei Todesopfer waren aus dem Allgäu.
Am Samstag waren um kurz vor 16 Uhr insgesamt sieben Bergsteiger im Ortler-Gebirge von einer Lawine überrascht worden. Die Opfer befanden sich beim Aufstieg zum Gipfel der 3.545 Meter hohen Vertainspitze. Sie waren in drei unabhängigen Gruppen unterwegs.
Vermutet wird, dass die Lawine von der Seilschaft ausgelöst wurde, die am weitesten aufgestiegen war: dem Vater und der Tochter, die sich bereits etwa hundert Meter unterhalb des Gipfels befunden hatten. Nach italienischen Medienberichten hatten die beiden noch versucht, die anderen Bergsteiger in der Wand mit Schreien zu warnen.
Video | Südtirol: Alle fünf deutschen Bergsteiger tot
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Lediglich eine der drei Seilschaften konnte sich retten. Sie bestand aus zwei Männern, die ebenfalls aus Deutschland angereist waren.
Unterdessen rätseln die Retter weiter, wieso die drei Seilschaften um diese Tageszeit immer noch auf dem Weg zum Gipfel waren. Die Bergsteiger waren bereits am Morgen aufgebrochen und hätten eigentlich schon viel weiter sein müssen. „Ich verstehe das auch nicht“, sagte Olaf Reinstadler, Sprecher der Bergrettung Sulden. „Die haben extrem lang nach oben gebraucht. Wenn man so spät am Nachmittag noch beim Aufstieg ist, wird das um diese Jahreszeit sehr schwierig. Der Abstieg hätte dann bis in die Nacht gedauert.“
Nach Auskunft der Bergrettung bestand am Unglückstag keine besonders große Lawinengefahr: Warnstufe zwei von fünf. Vermutet wird, dass die Lawine sich infolge starker Verwehungen löste, weil der Neuschnee noch nicht ausreichend mit dem Untergrund verbunden gewesen sei. In der Region war vor einigen Tagen der erste Neuschnee der Saison gefallen. Tagsüber waren die Temperaturen dort für die Jahreszeit noch recht hoch. Nachts ist es in der Höhe schon sehr kalt.
Der Aufstieg zur Vertainspitze gilt als lang und anstrengend, aber technisch nicht besonders schwierig. Der Berg oberhalb von Sulden ist wegen seiner Rundumsicht ein viel bestiegener Gipfel. Seine Nordwand gilt als „hochalpine Eistour“, für die ein Seil und eine komplette Ausrüstung fürs Eisklettern erforderlich sind.











