Zoll sichert sich 101.000 Euro
Polizei macht überraschenden Fund in Fast-Food-Tüte
Aktualisiert am 09.10.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf der Autobahn ziehen Beamte eine Protzkarre nach der anderen aus dem Verkehr. Und sie werden fündig: ein paar Drogen hier, Hormone dort – und in einem Auto sehr viel Geld.
Bei einer umfangreichen Schwerpunktkontrolle in Niedersachen haben Einsatzkräfte unter anderem 101.000 Euro in einer Fast-Food-Tüte gefunden. Der Zoll hat das Bargeld sichergestellt – und versucht jetzt herauszufinden, woher das Geld stammt.
Wie ein Sprecher der Polizei t-online mitteilte, hatten es die Beamten am Donnerstag gezielt auf auffällige Fahrzeuge auf der A1 abgesehen. Zwischen Hamburg und Bremen zogen sie insgesamt 273 Wagen aus dem fließenden Verkehr und lotsten sie auf die Rastanlagen Ostetal Nord und Ostetal Süd. Besonders im Fokus standen dabei zum einen alte Fahrzeuge, die in Verdacht standen, zum Transport von illegalen Gütern zu dienen – und zum anderen hochmotorisierte Autos.
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In was für einem Fahrzeug die Beamten das Bargeld in der Papiertüte einer Fast-Food-Kette entdeckten, teilte die Polizei nicht mit. Auch Informationen zu der oder den Personen im Wagen gaben die Ermittler nicht bekannt. Nur: Die „Gesamtumstände der Kontrolle“ hätten den Verdacht ergeben, dass das Geld aus illegaler Quelle stammen könnte. Daher habe der Zoll die Scheine erst einmal mitgenommen.
A1-Großkontrolle: Aufschlüsse über Reisebewegungen Krimineller
In anderen Fahrzeugen fanden die Einsatzkräfte etwa 50 Gramm Cannabisprodukte, mehrere Ecstasy-Tabletten sowie eine geringe Menge Testosteron. In einem weiteren Auto saßen zwei Personen, die sich unerlaubt in Deutschland aufhielten. Gegen eine dieser Personen lag zudem ein Haftbefehl vor, sie konnte sich allerdings freikaufen. „Durch die Zahlung eines haftbefreienden Betrages in Höhe von 1.650 Euro konnte eine Inhaftierung abgewendet werden“, teilten die Beamten mit.
Mit durchschnittlich rund 70.000 Fahrzeugen täglich zählt die A1 zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas. Die stark frequentierte Strecke wird laut Polizei auch von überregional agierenden Tätergruppierungen als Transport- und Reiseroute genutzt. Die Fahndungsaktion habe daher nicht nur der Feststellung konkreter Straftaten gedient, „sondern auch der Gewinnung von Erkenntnissen über mögliche kriminelle Strukturen und Reisebewegungen“.
