Übers Internet verabredet
Mann soll Sexarbeiterinnen vergewaltigt haben
07.10.2026 – 15:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann soll sich im Internet mit Sexarbeiterinnen verabredet und brutale Taten verübt haben. Gibt es mehr Opfer als bislang angenommen?
Polizisten haben im Kreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, mehrere Prostituierte angegriffen, misshandelt und teilweise auch vergewaltigt zu haben. Nach bisherigem Stand gehen die Ermittler von drei Fällen aus.
Der 33-Jährige soll über ein Internetportal nach Sexarbeiterinnen gesucht und Treffen mit diesen vereinbart haben. Am 8. August habe ein Treffen in Kornwestheim (Landkreis Ludwigsburg) stattgefunden. Der Mann soll die Frau geschlagen und getreten haben. Weil sie sich heftig zur Wehr gesetzt habe, habe der Mann schließlich die Flucht ergriffen. Zur Vergewaltigung kam es daher nicht.
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Nur vier Tage später soll der Mann erneut zugeschlagen haben, diesmal in der Wohnung einer Sexarbeiterin in Weissach (Landkreis Böblingen). Dort soll er die Frau unter Androhung von Gewalt vergewaltigt und sie misshandelt haben. Mit einer Schusswaffe habe er sie schließlich zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert.
Polizei ermittelt, ob es noch mehr Opfer gibt
Die dritte Tat soll der 33-Jährige am 1. Oktober in Tamm (Landkreis Ludwigsburg) begangen haben. Erneut habe er sich mit einer Sexarbeiterin verabredet, diese geschlagen, vergewaltigt und misshandelt. Anschließend habe er auch in diesem Fall Bargeld entwendet und sei geflohen.
Durch „schnelle und effiziente Ermittlungen der Kriminalpolizei“ sei man dem Mann schließlich auf die Spur gekommen, hieß es. Am 5. Oktober durchsuchten Beamte seine Wohnung und nahmen den Verdächtigen fest. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Wie genau die Beamten auf den Verdächtigen kamen, wollte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Anfrage von t-online nicht sagen – „aus ermittlungstaktischen Gründen“, wie sie betonte. Auch zu den Opfern nannte sie keine weiteren Details.
Unklar ist, ob es noch mehr Opfer gibt, von denen die Behörden bisher nichts wissen. „Das ist Gegenstand der Ermittlungen“, sagte die Sprecherin.
