Schmuggelware im Wert von Tausenden Euro
Koks-Sahne-Torten: Polizei entlarvt Drogenbande
11.02.2026 – 18:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Fernbusse werden von der Polizei nicht oft kontrolliert. Das macht sich eine Gruppe von Drogenschmugglern über Monate zunutze. Jetzt drohen den Mitgliedern bis zu 18 Jahre Haft.
Die tschechische Polizei hat eine mutmaßliche Drogenbande ins Visier genommen, die mehr als 30 Kilogramm Kokain und weitere Drogen mit Kurieren von Berlin nach Prag transportiert haben soll. Um die Grenze unbemerkt passieren zu können, sollen die Betäubungsmittel in Sahnetorten versteckt worden sein. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Im Zuge der Ermittlungen seien fünf Personen festgenommen worden, drei weitere seien immer noch auf freiem Fuß, hieß es weiter.
Die Bande soll „mindestens zwischen dem Sommer 2024 und Februar 2025 aktiv gewesen sein.“ Dabei seien sie immer gleich vorgegangen: „Der Organisator oder seine rechte Hand brachten zwei, manchmal auch drei Kuriere mit dem Auto nach Berlin,“ wo sie den Kurieren kurzfristig eine Wohnung mieteten, so die Behörden. In der deutschen Hauptstadt soll die Bande dann zwei bis drei Kilogramm Kokain – gepresst in Ziegelform – sowie die gleiche Anzahl an Torten besorgt haben.
Anschließend sollen die Kokainziegel im Wert von je 25.000 Euro in den Torten versteckt worden sein. Diese „verzierten sie mit Schlagsahne, damit weder der Inhalt noch der Schnitt sichtbar waren, mit dem sie die ‚Füllung‘ bearbeiteten“, hieß es weiter.
Mit den Torten im Gepäck fuhren die Kuriere anschließend mit dem Fernbus von Berlin nach Prag. Sie seien dabei getrennt unterwegs gewesen, aber immer „innerhalb einer Nacht“ gefahren. Teilweise hätten die Mittelsmänner noch weitere Drogen unter ihrer Kleidung oder in ihren Taschen bei sich getragen, hieß es weiter.
In Prag angekommen, wurden die Drogen dann in kleineren Mengen über die App Telegram weiterverkauft. Für ihre Dienste sollen die Kuriere 25.000 Tschechische Kronen (etwa 1.030 Euro) erhalten haben.











