Eingesperrt bei der Gluthitze
Malteser in aufgeheiztem Mini – Polizei befreit Tier
26.06.2026 – 02:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein kleiner Malteser hechelt in einem aufgeheizten Mini in München. Die Polizei greift sofort ein – doch Frauchen lässt sich 90 Minuten Zeit.
Ein weißer Malteser hat am Mittwoch in München-Neuperlach eine brenzlige Situation überlebt: Das Hündchen saß in einem schwarz lackierten Mini, der in der prallen Sonne stand. Zwei Polizeibeamte befreiten das Tier – und mussten dafür eine Seitenscheibe zu Bruch bringen.
Einem Passanten fiel der Wagen auf der Fritz-Schäffer-Straße auf. Durch das Fenster war der kleine Malteser zu sehen. „Der Hund hechelte stark“, zitiert die „Abendzeitung“ einen Polizeisprecher: „Man konnte sehen, dass es ihm nicht gut ging.“ Der Zeuge wandte sich daraufhin an die nahe gelegene Polizeiinspektion am Adenauerring. Zwei Beamte fuhren sofort zum Fahrzeug – doch von der Halterin fehlte jede Spur. Auch telefonisch war sie nicht erreichbar; ihr Mobiltelefon befand sich, wie sich herausstellte, ebenfalls im Wagen.
Besitzerin holt Hund rund anderthalb Stunden später ab
Ein Fenster war nur minimal geöffnet. Als die Polizisten versuchten, es weiter herunterzuschieben, zerbrach die Scheibe. So konnten sie den Hund herausholen und ihm Wasser geben. Da das Fahrzeug nun offen stand, sicherten die Beamten mehrere Wertgegenstände – das Mobiltelefon der Halterin, Zigaretten und einen Marken-Föhn. Eine Nachricht am Wagen verwies die Besitzerin zur Abholung ihres Hundes an die Polizeiinspektion Neuperlach.
Ein Polizeisprecher beschrieb gegenüber dem „Merkur“ die Bedingungen als extrem: „In dem Fahrzeug herrschte eine Bullenhitze. Die exakte Temperatur wissen wir nicht. Aber die Feuerwehr hat am Mittwoch, als der Vorfall geschah, mit Messdrohnen außen an Hausfassaden bis zu 59 Grad gemessen. In Objekten kann es bei so einem Wetter extrem heiß werden.“
Rund eineinhalb Stunden nach dem Einsatz erschien die 29-jährige Münchnerin auf der Polizeiinspektion und fragte nach ihrem Hund. Sie erhielt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.










