„Tut mir saugut“
Annalena Baerbock gibt Einblick in ihr neues Leben in den USA
24.09.2026 – 09:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Ex-Außenministerin Annalena Baerbock wohnt heute in New York. Jetzt verrät die Grünen-Politikerin, warum der Umzug ins Ausland wichtig für sie war.
Annalena Baerbock hat in ihrer politischen Laufbahn viele Rollen ausgefüllt – als Grünen-Chefin, als Außenministerin und zuletzt als Präsidentin der UN-Vollversammlung. Nun kommt eine neue hinzu: In wenigen Wochen tritt sie eine Professur an der Columbia University in New York an. Wie sie den Neustart erlebt, hat Baerbock dem Magazin „Rolling Stone“ erzählt.
Sie empfinde die Stadt als Ausgleich nach den vergangenen intensiven Jahren. „Ich liebe mein Heimatland, und vor allem bleibe ich im Herzen Dorfkind“, sagt Baerbock. Aber gerade tue ihr „eine Großstadt wie New York mit ihrer Anonymität saugut, wo man einfach eine von Millionen ist und nicht ständig medial beobachtet und bewertet wird“.
An der Columbia University will Baerbock mit den Studierenden teilen, „was ich bei den VN in diesen stürmischen geopolitischen Zeiten erlebt habe.“ Ihr Jahr bei den Vereinten Nationen habe ihr viele Perspektiven eröffnet, die sie nun in die Lehre einbringen wolle. Dabei gehe es ihr um die Frage, wie sich aus den Erfahrungen konkreter Diplomatie auch für die Lehre etwas ableiten lasse.
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„Setze wieder meine Kinder an die erste Stelle“
Neben dem neuen Job nennt Baerbock auch einen privaten Grund für den Schritt in die USA. Ihre beiden Töchter stünden wieder stärker im Mittelpunkt. „Ich habe in meiner vorherigen Lebensphase meinen Beruf an erste Stelle gesetzt. Jetzt setze ich meine Kinder wieder an die erste Stelle“, sagt sie. Die beiden hätten „sicherlich eine ruhigere Kindheit gehabt, wenn ihre Mutter nicht Spitzenpolitikerin gewesen wäre.“ Das sei aber eine freie und bewusste Entscheidung gewesen, betont Baerbock. Der Umzug bedeute für sie deshalb auch, den Familienalltag neu zu sortieren und für die Kinder mehr Ruhe zu schaffen.
Auch wenn sie sich in New York eingelebt hat, spricht sie über Dinge, die ihr aus Deutschland fehlen. Konkret nennt sie „deutsche Hausmannskost“ und vor allem „Iglo-Rahmspinat für Kartoffeln und Spiegelei.“ Eine Rückkehr nach Deutschland schließt sie nicht aus.