Schweinekopf und Botschaft
Rassistische Aktion: Bürgermeister lobt 10.000 Euro Belohnung aus
Aktualisiert am 17.03.2026 – 22:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine muslimische Familie öffnet ihre Wohnungstür und findet dort einen abgelegten Schweinekopf und eine rassistische Botschaft vor. Jetzt ermitteln die Behörden.
Im österreichischen Hall ist Ende vergangener Woche inmitten des Fastenmonats Ramadan eine muslimische Familie Opfer einer rassistischen Attacke geworden. Nun ermittelt die Polizei in dem Fall. Zuvor hatte das austro-türkische Online-Portal „der Virgül“ berichtet.
Demnach sei der Familie ein Schweinekopf, eine weihnachtliche Fußmatte und ein Zettel mit der Botschaft „Happy Ramadan, ihr Affen!“ vor die Haustür gelegt worden. Wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion Tirol auf Anfrage der österreichischen Zeitung „der Standard“ erklärte, gebe es noch keine Anhaltspunkte auf die Identität der Täter.
Der Bürgermeister der Stadt Hall, Christian Margreiter (Partei Für Hall), habe deshalb nun eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für den entscheidenden Hinweis ausgeschrieben, hieß es weiter.
Der Vorfall erinnert an eine ähnliche Serie in Frankreich aus dem Jahr 2025. Damals legten elf Männer Schweineköpfe vor Moscheen im Großraum von Paris ab. Sie sollen im Auftrag russischer Geheimdienste gearbeitet haben, so der Bericht. Es wurde vermutet, dass damit die Gesellschaft destabilisiert werden sollte. Die Täter wurden letztlich in Serbien festgenommen.
Derzeit gebe es „keine Hinweise“, dass die Tat in Hall einen ähnlichen Hintergrund haben könnte, erklärte der Polizeisprecher dem Blatt weiter. Vielmehr gingen die Ermittler von einem lokal motivierten, rassistischen Einzelfall aus.
Der Fastenmonat Ramadan geht in diesem Jahr noch bis Donnerstag. Schweine gelten im Islam als unrein. Der Verzehr des Fleisches ist für gläubige Muslime verboten.











