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Home » Pleiten werden noch länger anhalten
Wirtschaft

Pleiten werden noch länger anhalten

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 13, 2026
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Pleiten werden noch länger anhalten

„Krisenzange“

Creditreform: Pleiten werden noch länger anhalten

13.08.2026 – 04:08 UhrLesedauer: 1 Min.

Vergrößern des Bildes

Karstadt war eines der prominentesten Beispiel für Insolvenzen in Deutschland. Aber auch viele kleine Firmen sind betroffen. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Jochen Eckel/imago)

Im ersten Halbjahr 2026 meldeten so viele Unternehmen Insolvenz an wie seit 2013 nicht mehr. Eine Trendwende ist laut Experten noch Jahre entfernt.

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 mit rund 12.900 Fällen den höchsten Stand seit 2013 erreicht. Der Höhepunkt der Pleitewelle sei laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform aber noch nicht erreicht: Erst Ende 2026 werde er erwartet, eine Trendwende frühestens 2027. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf Creditreform-Wirtschaftsforscher Ludwig Hantzsch.

Als Ursache nannte Hantzsch die anhaltend schwache Konjunktur. Er beschrieb die Lage mit dem Begriff „Krisenzange“: „Intern beschreiben wir das als Krisenzange, die die deutsche Wirtschaft von zwei Seiten packt und schädigt.“

Auf der einen Seite belasteten geopolitische Konflikte, US-Zölle und eine schwächere Nachfrage aus China die Unternehmen. Auf der anderen Seite wirkten hohe Energiepreise, Steuern und eine umfangreiche Regulierung im Inland.

Insgesamt stehen laut Creditreform rund 27 Prozent der Betriebe finanziell unter Druck. Bei 7,5 Prozent reiche das operative Ergebnis nicht mehr aus, um die Zinszahlungen zu decken. Die geschätzte Schadenssumme für Gläubiger belief sich zur Jahresmitte auf 28,5 Milliarden Euro. Zunehmend seien auch größere Unternehmen mit mehreren hundert Beschäftigten betroffen.

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