Nach Investorenplänen

Alemannias Sportchef hofft auf Konsequenzen für FIFA-Boss


01.08.2026 – 18:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Rachid Azzouzi (Archivbild): Aachens Sportchef kritisiert die FIFA-Boss Gianni Infantino. (Quelle: Thorsten Tillmann)

Nach massivem Widerstand zieht FIFA-Präsident Gianni Infantino seine umstrittenen Pläne zurück. Aachens Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi ist kein Fan von ihm.

Es ist eine Klatsche für FIFA-Präsident Gianni Infantino: Nach dem massiven Widerstand gegen die umstrittenen Pläne des Weltverbandes, Anteile der Fußball-Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, hat die FIFA am Samstag angekündigt, diese doch nicht umzusetzen.

Unter anderem die UEFA hatte am Donnerstag mit einem WM-Boykott der europäischen Mannschaften gedroht, dem sich auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband CONCACAF und der asiatische Fußballverband AFC anschlossen. 136 der 211 FIFA-Verbände lehnten somit die Investorenpläne ab, sie hätten keine einfache Mehrheit mehr gehabt.

International wächst jetzt der Druck auf Infantino. Laut der englischen Zeitung „Telegraph“ hat die UEFA Infantino zum freiwilligen Rücktritt aufgefordert und strebt sonst ein Amtserhebungsverfahren an. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nannte das Vorgehen des FIFA-Bosses „unverantwortlich“.

Kritik an FIFA-Boss Infantino: Azzouzi lobt UEFA

Auch Alemannias Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi hat sich gegenüber „Sky“ zum Vorgehen der FIFA um Infantino geäußert. „Der Fußball gehört den Menschen und nicht einer Institution, keinem FIFA-Präsidenten und schon gar keinem Investor“, erklärte Azzouzi vor dem Scheitern der Pläne. Er habe „große Hoffnung“, dass das so bleiben werde und „nicht ein Mann darüber entscheidet, was mit unserem Fußball passiert“.

Gianni Infantino: Der FIFA-Präsident steht massiv in der Kritik. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK)

Den Widerstand der UEFA lobte er: „Ich begrüße die schnelle und entschlossene Reaktion auf eine Idee von jemandem, den ich ja sehr kritisch sehe, der meines Erachtens nicht den Fußball im Blick hat, sondern vielmehr daran denkt, noch mehr Geld zu verdienen und noch mehr zu kommerzialisieren.“

Natürlich gehöre Kommerzialisierung zum Fußball dazu, so Azzouzi. „Es gibt aber gewisse Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen“, erklärte Aachens Sportchef. Investoren ins Boot zu holen, halte er für den „absolut falschen Weg“.

Wie es mit Infantino weitergeht, dazu hat der 55-Jährige eine klare Meinung: „Ich hoffe, dass es irgendwann mal Konsequenzen für diesen Herren gibt, weil er viel in eine Richtung steuert, die nicht gut für den Fußball ist.“ Er verwies neben den hohen Ticketpreisen auf die Umstände bei der WM. „Wie da mit Offiziellen und mit Mannschaften umgegangen ist: Einreisebestimmungen, die katastrophal waren für viele Menschen, meines Erachtens sogar rassistisch motiviert“, so Azzouzi.

Share.
Exit mobile version