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Home » Pistorius will bei Rüstung mit Ukraine zusammenarbeiten
Politik

Pistorius will bei Rüstung mit Ukraine zusammenarbeiten

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 12, 2026
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Pistorius will bei Rüstung mit Ukraine zusammenarbeiten

Strategische Partnerschaft

Pistorius strebt Bau neuer Hightech-Waffen mit Ukraine an

11.05.2026 – 09:18 UhrLesedauer: 3 Min.

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Boris Pistorius und der deutsche Botschafter in der Ukraine, Heiko Thoms: Auf dem Programm stehen politische Gespräche. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

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Um den Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland scheint es wieder besser bestellt. Der Verteidigungsminister besucht Kiew und will die neue Partnerschaft mit den kriegserfahrenen Ukrainern voranbringen.

Verteidigungsminister Boris Pistorius setzt auf den Bau von neuen Waffensystemen zusammen mit der Ukraine. Dazu solle die Zusammenarbeit beider Staaten weiter ausgebaut werden, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Kiew, wo er am Morgen zu einem nicht öffentlich angekündigten Besuch eintraf. Diese Kooperation als Teil einer strategischen Partnerschaft zu stärken, sei das Hauptziel der Reise.

„Deutschland und die Ukraine sind strategische Partner, die beide von der Kooperation profitieren. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Projekte“, sagte der Minister. „Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich deep strike. So stärken wir die Sicherheit unserer Länder.“

  • Newsblog zum Krieg in der Ukraine: Pistorius zu Gesprächen in der Ukraine eingetroffen
  • Ärzte und Pflegekräfte fehlen: Putins Krieg bringt Russlands Kliniken nahe an den Kollaps

Als Deep Strike wird die Fähigkeit bezeichnet, wichtige Angriffsziele weit im Hinterland eines gegnerischen Landes zu zerstören. Die europäischen Nato-Partner haben im Bereich der weitreichenden Waffen noch sogenannte Fähigkeitslücken. Pistorius hält es für nötig, dass die Nato-Staaten diese schnellstmöglich schließen.

Er sagte, die Bundesregierung strebe weitere deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen („Joint Ventures“) an. „Dabei profitieren wir von den Erfahrungen der Ukrainer auf dem Gefechtsfeld. Außerdem planen wir, über die Plattform ‚Brave One‘ Entwickler, die vielversprechende Innovationen vorweisen können, zu fördern“, sagte Pistorius.

Ukrainische Kriegserfahrung soll Bundeswehr helfen

Um einen Mangel an weiterreichenden Waffen auszugleichen, hat die Ukraine inzwischen umfangreiche Eigenentwicklungen gemacht. So gilt sie im fünften Jahr des Abwehrkampfes gegen Russland als ein weltweit führendes Land beim Kampf mit Drohnen. Aus leidvollen Erfahrungen an der Front wurden neue Einsatzverfahren abgeleitet.

Inzwischen stehen Russlands Truppen durch die Gegenwehr der von Nato-Staaten unterstützten Ukraine – Deutschland liegt hier ganz vorn – zunehmend unter Druck. Im April verlor das russische Militär erstmals seit Jahren wieder mehr Gebiete in der Ukraine als es neu besetzte.

Boris Pistorius: Bundesminister der Verteidigung, sitzt auf dem Weg nach Kiew in einem Abteil der ukrainischen Eisenbahn.Vergrößern des Bildes
Boris Pistorius: Bundesminister der Verteidigung, sitzt auf dem Weg nach Kiew in einem Abteil der ukrainischen Eisenbahn. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Vor allem die ukrainischen Drohnen treffen in immer kürzeren Abständen ihre Ziele auch weit hinter der Front. Zugleich sind die Kampfhandlungen weitgehend festgefahren und auf dem Schlachtfeld gibt es kaum echte Bewegung. Allein im April hatte Russland nach westlichen Militärangaben 35.000 Tote und Verletzte zu verzeichnen.

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