Umstrittener US-Investor
Drohnen von Peter Thiel? Pistorius äußert Bedenken
17.02.2026 – 17:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor dem Bundestags-Beschluss zur Anschaffung von Drohnen für die Bundeswehr geht Minister Pistorius auf Distanz zu Investor Thiel. Die Bedenken haben Gründe.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) teilt vor einer endgültigen Entscheidung über den Kauf von Kamikazedrohnen für die Bundeswehr „ausdrücklich“ Bedenken gegen den US-Investor Peter Thiel. Geklärt werden müsse, welchen Einfluss Thiel auf den Drohnenhersteller Stark Defence habe, machte Pistorius bei einem Besuch in der Graf-Zeppelin-Kaserne im baden-württembergischen Calw deutlich.
Thiel investiert in Deutschland in das Drohnen-Startup Stark Defence, das sich derzeit um einen Auftrag der Bundeswehr bemüht. Die Bestellung für die Kamikazedrohnen, Fachleute sprechen von Loitering Munition – lauernde Munition –, soll gesplittet werden: in Tranchen zu je 300 Millionen Euro an die deutschen Unternehmen Helsing und Stark Defence.
Nach derzeitiger Planung soll der Haushaltsausschuss des Bundestages am 25. Februar entscheiden. Doch zeigte sich Pistorius kritisch. „Also wenn er Einfluss auf das operative Geschäft hat, Sperrminoritäten hat, in welcher Form auch immer, dann reden wir über eine andere Qualität, als wenn er im beispielsweise einstelligen Prozentbereich quasi Teilhaber ist, aber keinen Einfluss auf das operative Geschäft hat“, sagte der SPD-Politiker. Auch im Verteidigungsausschuss gibt es Bedenken gegen einen Einfluss Thiels, der Anteile im einstelligen Prozentbereich an Stark Defence hält.
