FC-Boss fassungslos
„Ein total wichtiges Thema für unsere Zukunft“
11.06.2026 – 16:09 UhrLesedauer: 3 Min.
Der 1. FC Köln kassiert einen herben Rückschlag im Kampf um den Ausbau am Geißbockheim. Geschäftsführer Philipp Türoff zeigt sich „fassungslos“.
Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Entscheidung auf unbestimmte Zeit verschoben, ob der 1. FC Köln am Geißbockheim rechtmäßig Fußballplätze bauen darf oder nicht. Am Tag nach der kurzfristigen Aufhebung der für Donnerstag angesetzten Verhandlung sprach Philipp Türoff in einer Medienrunde über die Verschiebung.
Der Sprecher der Geschäftsführung der Geißböcke zeigte sich irritiert, ob des „Geschmäckle“ ein Gutachten am Tag vor der Verhandlung einzureichen, um eine Verschiebung des Termins zu erwirken. Zudem kritisierte der FC-Boss die nun schon fast sieben Jahre andauernde Hängepartie vor Gericht und forderte eine schnelle Entscheidung.
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Das sagte Türoff über …
… sein persönliches Empfinden: „Persönlich bin ich damit gestern schon Holzhacken gegangen. Aber heute muss ich das nicht mehr. Es hat uns und mich natürlich vollkommen überraschend getroffen. Dass am Abend vor so einem Termin eine Absage kommt, damit habe ich beim besten Willen nicht gerechnet. Auch wenn man in unserem Verfahren mit allem rechnen muss. Was mich fassungslos macht, ist, dass so ein total wichtiges Thema für die Zukunft eines Unternehmens in einer Millionenstadt Deutschlands über Jahre hinweg immer wieder solche Wendungen nehmen kann.“
… die Taktik der Gegenseite: „Wir haben um diesen Gerichtsentscheid lange gekämpft. Ein solches Gutachten einzureichen, ist geltendes Recht. Solche Eingaben können erfolgen. Aber wenn etwas so kurz vorher kommt, hat das ein Geschmäckle, nämlich dass es nur die Zielsetzung haben könnte, den Prozess weiter zu verzögern. Da wissen alle Experten auch bei Gericht genau, was da passiert ist. Begeistert sind wir nicht, aber wir lernen, mit welchen Mitteln sowas betrieben wird.“
… den Zeitrahmen für einen neuen Verhandlungstermin: „Solche Termine werden nicht um ein, zwei oder drei Wochen verschoben. Das sind üblicherweise viele Monate. Da kann man nur gespannt sein. Nichts ist so elend wie ewige Hängepartien. Der FC will auch keinen Rechtsstreit gewinnen. Der FC will Fußball spielen können.“
So will der FC jetzt weitermachen
… die weiteren Planungen: „Es ist keine Welt zusammengebrochen. Das verändert nicht alles vollkommen. Nichts, woran wir hier arbeiten, wird deshalb jetzt pausieren. Wir arbeiten daran, den FC besser zu machen. Wir brauchen Fußballplätze. Wir werden den Baubeginn des Leistungszentrums nicht aufschieben. Sobald wir den Kunstrasenplatz nicht mehr nutzen können, weil er zu einer Baustelle wird, haben wir ein Problem, das gelöst werden muss.“










