Kosten, Nutzen, Extraleistungen

Hausnotruf: Kleiner Lebensretter auf Knopfdruck


13.03.2026 – 17:23 UhrLesedauer: 4 Min.

Eine ältere Frau wartet nach einem Sturz auf Hilfe (Symbolbild): 1,2 Millionen Menschen nutzen hierzulande Hausnotrufsysteme. (Quelle: Bert Löwenherz/Johanniter)

Der Hausnotruf bietet hilfsbedürftigen Menschen schnelle Hilfe im Notfall. Die Technik ist simpel, der Nutzen groß. Finanzielle Unterstützung gibt es obendrein.

Die Hilfe kommt per Knopfdruck: Mit zunehmenden körperlichen Beschwerden fühlen sich viele Menschen im Alter zu Hause unsicher. Dennoch möchten sie möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Hausnotrufsysteme können älteren, erkrankten oder sturzgefährdeten Menschen zusätzliche Sicherheit verschaffen. Gleichzeitig werden auch deren Angehörige entlastet.

Laut dem Bundesverband Hausnotruf nutzen 1,2 Millionen Menschen hierzulande den Hausnotruf bereits. 11.000 Notrufe werden jeden Tag entgegengenommen. Doch wie funktioniert er, für wen ist er sinnvoll und welche Kosten trägt die Pflegekasse?

Der Hausnotruf ist ein elektronisches Meldesystem. Er besteht aus drei Komponenten:

Bei gesundheitlichen Problemen, einem Sturz oder einer anderen problematischen Situation, drückt der Nutzer einen Notrufknopf, den er um den Hals, als Armband oder am Körper trägt. Der Knopfdruck aktiviert die sogenannte Basisstation, die über Fest- oder Mobilnetz automatisch die Notrufzentrale kontaktiert. Diese nimmt dann Kontakt zur Hilfe suchenden Person auf, beispielsweise über die Freisprecheinrichtung des Hausnotrufsystems.

Die Hausnotrufzentrale verfügt über detaillierte Informationen über den Nutzer. Dazu zählen:

Aus dem Gespräch mit dem Hilfesuchenden können die Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale die Art des Notfalls erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten. So werden – je nach Notlage – Angehörige, der Rettungsdienst oder der Notarzt informiert.

Hausnotrufsysteme eignen sich besonders für Personen, die ihre Selbstständigkeit zu Hause bewahren möchten, aber durch Behinderungen, chronische Erkrankungen oder altersbedingte Einschränkungen in Notfällen das Telefon nicht mehr rechtzeitig erreichen können. Vor allem für Senioren, die häufig alleine zu Hause sind, kann ein Hausnotrufsystem sinnvoll sein. Bei der Einschätzung der Sinnhaftigkeit bieten folgende Fragen Orientierung:

Können Sie eine oder mehrere Fragen bejahen, lohnt es sich, über die Anschaffung eines Hausnotrufsystems nachzudenken.

Für Menschen mit Demenz sind Hausnotrufgeräte jedoch häufig keine Option. Sie erkennen oft nicht, wann echte Hilfe nötig ist, und betätigen den Notknopf unkontrolliert oder zu häufig.

Der Hausnotruf ist ein sogenanntes Pflegehilfsmittel. Die gesetzliche Pflegeversicherung kann hierfür die Kosten übernehmen – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Zu diesen gehören:

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