Todesdrama in England

Pferd gewinnt Rennen und stirbt nach Zieleinlauf


10.04.2026 – 17:52 UhrLesedauer: 2 Min.

An diesem Hindernis passierte es: Gold Dancer mit Reiter Paul Townend bleibt mit den hinteren Hufen leicht hängen und bricht sich beim Aufkommen das Rückgrat. (Quelle: IMAGO/David Blunsden/imago)

Am letzten Hindernis kommt der auf Siegkurs liegende Wallach ins Straucheln. Sein Reiter merkt erst im Ziel, dass etwas nicht stimmt. Doch da ist es schon zu spät.

Bei einem Pferderennen im englischen Aintree nahe Liverpool ist es zu einem tragischen Unglück gekommen. Auf dem Weg zu seinem Sieg zog sich das Rennpferd Gold Dancer tödliche Verletzungen.

Der siebenjährige Wallach lief ein nahezu fehlerfreies Rennen und steuerte auf einen klaren Erfolg zu. Am letzten Hindernis kam das Tier jedoch ins Straucheln. Zwar überquerte das Pferd noch die Ziellinie, doch unmittelbar danach wurde deutlich, dass etwas nicht stimmte.

Jockey Paul Townend stieg rasch ab, Tierärzte kümmerten sich umgehend um das Pferd, Sichtschutz wurde aufgebaut. Doch kurz darauf folgte die traurige Gewissheit.

Renn-Manager Eddie O’Leary bestätigte: „Er wurde eingeschläfert. Er hatte sich das Rückgrat gebrochen.“ Weiter erklärte er: „Es ist furchtbar traurig für das Pferd. Was hätte Paul Townend tun sollen? Er fühlte sich gut, erst als er das Pferd zum Stehen brachte, merkte er, dass etwas nicht stimmte.“

Die Rennbahn in Aintree äußerte in einer Stellungnahme ihr großes Bedauern über den Vorfall: „Der Sieger unseres zweiten Rennens des Tages, Gold Dancer, wurde nach dem Zieleinlauf angehalten und der Jockey stieg ab. Das Pferd wurde sofort von unserem erfahrenen Tierärzteteam versorgt, konnte aber leider nicht gerettet werden. Unser tief empfundenes Beileid gilt seinen Besitzern.“

Schon während des Rennens hatte es Zwischenfälle gegeben: Zwei weitere Pferde stürzten, konnten Medienberichten zufolge aber anschließend selbstständig in die Ställe zurückkehren.

Deutliche Kritik kam nach dem tödlichen Unfall von Tierschützerin Emma Slawinski: „Jahr für Jahr müssen wir mit ansehen, wie in Aintree Pferde sterben – nur zur Unterhaltung der Menschen und für ein paar billige Wettgewinne. Leider ist Gold Dancer das jüngste Opfer dieses herzlosen Spektakels, das jeglichem Tierschutz zuwiderläuft.“

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