Masern, Mumps, Röteln & Co.
Petechien nach Impfung – wann Vorsicht angesagt ist
Aktualisiert am 15.05.2026 – 11:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Nach einer Impfung kommt es nur selten zu Petechien. Möglich ist das etwa nach der Masern-Mumps-Röteln-Impfung. Worauf gilt es zu achten?
Petechien, kleine punktförmige Hautblutungen, können sich aus unterschiedlichen Gründen entwickeln und sich in Haut und Schleimhäuten zeigen. Oft steckt eine (kurzfristig) erhöhte Blutungsneigung dahinter, etwa weil ein Mangel an Blutplättchen besteht. Der Fachausdruck dafür lautet Thrombozytopenie.
Mediziner vermuten, dass sich bei manchen Menschen als Reaktion auf bestimmte Impfstoffe vorübergehend eine spezielle Form dieses Mangels entwickelt: eine sogenannte Immunthrombozytopenie (ITP). Bekannt ist dies vor allem für die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) sowie manche Covid-19-Impfstoffe.
Sehr selten kann es auch nach anderen Impfungen dazu kommen, etwa gegen Grippe, Hepatitis B, Windpocken, Pneumokokken oder HPV (humane Papillomviren).
Was ist eine Immunthrombozytopenie?
Bei einer Immunthrombozytopenie erkennt die körpereigene Abwehr die Blutplättchen fälschlicherweise als Fremdkörper. Als Folge beginnt es, diese zu bekämpfen und Antikörper gegen sie herzustellen. Die Fresszellen des Immunsystems nehmen die damit markierten Blutplättchen in sich auf und bauen sie ab. Das kann die Zahl der Blutplättchen rasch sinken lassen und die Blutgerinnung beeinträchtigen.
Mögliche Anzeichen dafür sind Symptome wie:
- Petechien,
- rasche Blutergüsse und
- eine erhöhte Blutungsneigung.
Im Falle einer Immunthrombozytopenie steigt außerdem das Risiko für eine Thrombose, also einen Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel.
- Kleine Hauteinblutungen: Petechien können viele Ursachen haben
- Mögliches Anzeichen: Darum können Petechien auf Leukämie hinweisen
Petechien nach MMR-Impfung
Nach einer Masern-Mumps-Röteln-Impfung kann sich in seltenen Fällen (1:40.000) vorübergehend eine akute Immunthrombozytopenie entwickeln, die sich etwa durch Petechien äußern kann.
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Der kurzfristige Blutplättchenmangel normalisiert sich allerdings in der Regel von selbst und erfordert für gewöhnlich keine Behandlung. In den meisten Fällen nimmt die Immunthrombozytopenie nach einer MMR-Impfung nur einen leichten Verlauf und zieht keinerlei Spätfolgen nach sich. Um sicherzugehen, sollten Betroffene die kleinen punktförmigen Hauteinblutungen dennoch zeitnah ärztlich abklären lassen.










