Super Bowl LX
Patriots-Drama: Seahawks triumphieren im Finale
Aktualisiert am 09.02.2026 – 07:05 UhrLesedauer: 11 Min.
Im Endspiel von San Francisco setzen sich die Seattle Seahawks durch. Eine besondere Stärke gibt am Ende den Ausschlag.
In einem einseitigen Field-Goal-Festival haben die favorisierten Seattle Seahawks zum zweiten Mal den Super Bowl gewonnen. Kicker Jason Myers führte die Seahawks mit einem Rekord von fünf verwandelten Versuchen zu einem 29:13 (9:0) gegen die New England Patriots, die erstmals seit der Ära Tom Brady wieder im großen NFL-Finale standen. Das Spiel in Santa Clara war lange auf schwachem Niveau und hatte keine echte Spannungskurve.
In der befürchteten Abwehrschlacht des 60. Super Bowls blieben zwei Field Goals durch Myers lange die einzigen Highlights. Die Quarterbacks taten sich extrem schwer, Lücken zu finden, mehr als Laufspiel und kurze Pässe waren beiderseits nicht drin. Myers dritter Kick brachte das 9:0.
Dementsprechend bekamen mehr als 100 Millionen Live-Zuschauer allein in den USA erst in der Halftime-Show Spektakel geboten. Der trumpkritische Latin-Superstar Bad Bunny aus Puerto Rico setzte das erwartete Zeichen gegen Hass und für Zusammenhalt: „God bless America – all Americas.“ Lady Gaga und Ricky Martin machten auch mit.
Die Patriots agierten danach zunehmend verzweifelt. Myers kickte erneut für drei Seahawks-Punkte, dann schlug die Defense Quarterback Drake Maye den Ball aus der Hand. Sam Darnold hingegen warf einen Touchdown-Pass auf AJ Barner zur Vorentscheidung. Danach bekamen immerhin die Patriots noch ihren Touchdown durch Mack Hollins. Knapp aber wurde es nie.
Das Spiel zum Nachlesen im Ticker:
4. Viertel, 0:00 Minuten: Die Seattle Seahawks gewinnen Super Bowl LX! New England lässt die Uhr am Ende auslaufen, Seahawks-Headcoach Mike Macdonald bekommt die obligatorische Gatorade-Dusche, und dieses Spiel ist aus! Seattle gewinnt nach 2014 zum zweiten Mal den Super Bowl, und das mit einer vor allem defensiv ganz starken Leistung. Die Patriots konnten ihr Offensivspiel nie wirklich zur Entfaltung bringen angesichts einer wirklich erdrückenden Defensivdominanz der Seahawks, die zudem auch gleich mehrfach folgenschwere Fehler bei Drake Maye provozierte.
4. Viertel, 0:32 Minuten: Fast der nächste Schreckmoment für die Patriots: Walker läuft bei 3&13 plötzlich über 49 Yards durch zum Seahawks-Touchdown, wird aber zurückgepfiffen – es gibt eine Strafe wegen Holdings gegen Walkers Teamkollege Jalen Sundell. Am Ende punten die Seahawks nochmals. Dieses Spiel ist endgültig gelaufen.
4. Viertel, 2:21 Minuten: New England gestaltet das Ergebnis noch mal ein wenig vorteilhafter: Maye findet Stevenson auf links kurz vor der Seahawks-Endzone, der fängt den Fall hauchdünn über der Grasnarbe – und trägt den Ball zum Touchdown in die Endzone. Direkt darauf versucht Maye noch eine Two-Point-Conversion auf Teamkollege Hunter Henry, aber der Pass ist unvollständig.










