Um einem erneuten Aufflammen der Parodontitis nach der Behandlung langfristig vorzubeugen, sollten Betroffene auf eine gute Zahnpflege und Mundhygiene achten und Kontrolltermine in der zahnärztlichen Praxis regelmäßig wahrnehmen. So lassen sich erste Anzeichen einer Entzündung rasch erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen. Je nach individueller Situation empfiehlt der Zahnarzt oder die Zahnärztin unter Umständen eine professionelle Zahnreinigung in halb- oder vierteljährlichen Abständen.
Bei einer Parodontitis ist wichtig, die Zähne regelmäßig und ausreichend lang zu putzen. Dafür eignet sich erst einmal jede beliebige Zahnpasta.
Eine Rolle bei der Wahl der Zahnpasta kann jedoch spielen, wie hoch der RDA-Wert ist, also die „Relative Dentin Abrasion“. Er gibt Auskunft darüber, wie viele Schleif- beziehungsweise Putzkörper in der Zahncreme enthalten sind und dadurch, wie stark die Zahnpasta die Zähne beim Putzen abschmirgelt. Dabei gilt: Je höher der RDA-Wert, desto höher der Schmirgelfaktor. Dieser liegt insbesondere bei weißmachenden Zahnpasten höher.
Tabelle: Bedeutung von RDA-Werten bei Zahnpasta
Ein hoher RDA-Wert kann jedoch ungünstig sein, wenn Betroffene infolge der Parodontitis freiliegende Zahnhälse haben, da bereits Zahnfleisch zurückgewichen ist. Denn das bedeutet, dass das Zahnbein (Dentin) freiliegt. In gesundem Zustand liegt das Dentin normalerweise gut geschützt unterhalb des Zahnfleischrandes. Oberhalb wird es vom festen Zahnschmelz verkleidet und geschützt. Im Vergleich zum harten Zahnschmelz ist Dentin jedoch relativ weich. Hat die Zahnpasta nun einen hohen RDA-Wert, kann die Dentinoberfläche Schaden nehmen.
Nicht alle Hersteller geben diesen Wert auf der Verpackung an. Normale Zahnpasta ist jedoch in der Regel eher mittel-abschleifend, während Zahnpasta für empfindliche Zähne einen niedrigeren RDA-Wert hat und schonend putzt.
Bei weißmachender Zahnpasta sowie Zahncreme zur Intensivreinigung liegt der RDA-Wert häufig deutlich höher. Diese eignen sich je nach Sorte deshalb nur gelegentlich und nicht zur täglichen Reinigung. Je nach individueller Zahnsituation empfiehlt sich für Menschen mit Parodontitis daher eher eine normale Zahnpasta oder eine für empfindliche Zähne.
