Im Spiel gegen die Türkei

Neue Regel: WM-Profi fliegt mit Rot vom Platz

20.06.2026 – 06:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Miguel Almirón: Er schwächte sein Team, das nach seinem Platzverweis in Unterzahl spielen musste. (Quelle: IMAGO/Matthew Huang/Icon Sportswire)

Nachdem Vinícius Júnior in der Champions League beleidigt wurde, gibt es eine neue Regel. Bei der WM fliegt deswegen erstmals ein Profi vom Platz.

Paraguays Nationalspieler Miguel Almirón hat als erster Profi bei der Fußball-Weltmeisterschaft die Rote Karte gesehen, weil er sich in einem Disput mit dem Gegner die Hand vor den Mund gehalten hat. Der 32-Jährige von Atlanta United musste in der Partie gegen die Türkei aufgrund einer neuen Regel noch vor dem Halbzeitpfiff das Feld verlassen.

Was war passiert? In einer Wiederholung ist zu sehen, wie Almirón in einer Spielunterbrechung mit vorgehaltener Hand etwas zu seinem türkischen Gegenspieler Mert Müldür sagt (45. Minute). Der salvadorianische Schiedsrichter Iván Barton entschied nach einem Hinweis des Videoschiedsrichters (VAR) auf Platzverweis. „Nummer zehn Paraguay, Hand vor seinem Mund“, sagte Barton bei der Durchsage im Stadion und rief: „Rote Karte.“ Zu dem Zeitpunkt führte Paraguay in Santa Clara mit 1:0.

Durch die neu eingeführte Regel soll diskriminierendes Verhalten verhindert werden. Fifa-Präsident Gianni Infantino erklärte im Frühjahr: „Es muss vermutet werden, dass ein Spieler etwas gesagt hat, das er nicht hätte sagen dürfen – sonst hätte er seinen Mund nicht bedecken müssen.“ Eine Hinausstellung sei eine Maßnahme, „die wir ergreifen müssen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen Rassismus ernst meinen“.

Die Debatte war nach einem Vorfall in der Champions League entbrannt. Benfica Lissabons Gianluca Prestianni hatte sich in einer Auseinandersetzung mit Real Madrids Vinícius Júnior das Trikot vor den Mund gezogen. Prestianni stand im Verdacht, sich rassistisch geäußert zu haben. Er wurde wegen einer homophoben Äußerung gesperrt.

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