Richtig reagieren auf Börsencrash
Panik kann Spaß machen
Aktualisiert am 14.06.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Wenn es an der Börse ungemütlich wird, kann man eine Menge Geld verdienen. Man benötigt aber das richtige Handwerkszeug.
Am ersten Freitag im Juni 2026 hat es nach Wochen der Kursrallye an der US-Technologiebörse Nasdaq so richtig gerappelt. In Punkten verlor die Nasdaq innerhalb des Handelstages so viel an Boden wie nie zuvor. Reizvoll kann es durchaus sein, sich an solchen Tagen endlich günstiger in den Markt einzukaufen. Doch die wenigsten haben Zeit, während der Handelszeiten der US-Börse von 15.30 bis 22 Uhr ständig am Smartphone zu hängen und auf Signale für den Aktienhandel zu warten.
Man kann seinen Einstieg über Limit-Orders vorbereiten und sogar den Ausstieg aus aktivem Handel direkt mitplanen. So lässt sich die Volatilität, sprich Schwankung, am Markt nutzen oder die lang ersehnte Position in der einen oder anderen Aktie aufbauen. Daher lohnt ein Blick auf die besten Ordermöglichkeiten.
Orderformen verstehen
Orderformen sind etwas Feines. Sie ermöglichen Aktieninvestments per Zwang, sprich nach Staffelung und im Voraus schon geplant. Zieht man es durch, erhält man gerade jetzt einen schönen gemittelten Einstiegskurs. Doch auch für gelungene Investments gibt es spannende Formen, Gewinne zu sichern. Wir stellen Sparplanorder, Limits, Trailing-Stop und zwei weitere Favoriten vor – die besten und wichtigsten Orderformen für Anleger.

Zur Person
Daniel Saurenz ist Gründer von Feingold Research und bietet mit seinem Team seinen seit 2010 etablierten Börsenbrief an. Sein Fokus liegt auf Vermögensaufbau und aktivem Trading an der Börse. Den Börsenbrief finden Sie auf www.feingoldresearch.de und auf www.instagram.com/saurenz_finance
Alle Gastbeiträge von Daniel Saurenz lesen Sie hier.
Clevere Orderformen sparen Zeit und Geld
Die meisten Privatanleger kümmern sich am Wochenende oder wenn gerade Zeit ist um ihre private Geldanlage und finden oft neue Ideen, wenn die Börse schon geschlossen ist. Unter der Woche bestimmen hingegen Beruf, Familie und Hobbys den Takt. So vielleicht auch am ersten Junifreitag dieses Jahres, als sich innerhalb des Handelstages spannende Chancen ergaben. Um solche Gelegenheiten in Zukunft zu nutzen, können Sie sich bequem mit cleveren Orderformen auf die Lauer legen. Ganz automatisch, ohne Stress.
„Bei einer Limit-Kauf-Order erfolgt die Ausführung erst dann, wenn ein festgelegter Kurs erreicht oder unterschritten wird“, erklärt Thomas Soltau vom Smartbroker. Hingegen geht die Stop-Loss-Verkaufsorder an den Markt, sobald ein vorab definierter Kurs erreicht oder unterschritten wird, wie man auf der Homepage der Börse München nicht nur nachlesen, sondern in Video-Form verstehen kann.
Der Orderzusatz „Limit“ stellt sicher, dass beim Kauf nur der vorher festgelegte maximale Preis greift. Eine solche Ergänzung gibt es natürlich auch für Verkäufe. „Limit und Stop Buy“ sowie „Limit und Stop Loss“ bieten moderne Broker wie Smartbroker auch in Kombination an.
Das Beste an der Limitorder ist mitunter aber, dass man lange vorher seinen Wunschpreis platzieren kann und die Order dann zum „Abstauben“ im Markt oder im Depot liegt. Dies bedeutet, dass man seinen Wunschpreis für Aktien wie Nvidia, SAP, Google, Netflix oder Tesla festlegen kann und dann abwartet – manchmal Minuten oder Stunden, manchmal über Monate. Denn die Order bleibt im Markt, solange man sie eben liegen lassen will.











